Austria Wien gewinnt in Kärnten 3:1
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Heißt der Meister wieder Austria oder packt's GAK
Das Solo der Wiener Austria geht auch in der Frühjahrssaison der T-Mobile Bundesliga weiter. Der überlegene Spitzenreiter kam am Sonntag in der 22. Runde beim FC Kärnten zu einem 3:1-Auswärtssieg und führt nun bereits mit 16 Punkten Vorsprung. Vladimir Janocko, der Fußballer des Jahres, in der neunten Minute und Radoslav Gilewicz (68.) erzielten jeweils nach Vorlage von Sigurd Rushfeldt die ersten beiden Austria-Treffer, das Anschlusstor der Hausherren durch Arno Kozelsky (84.) kam zu spät. Joachim Parapatits fixierte in der Nachspielzeit sogar noch das 3:1.
Den Luxus Rasenheizung wie am Samstag im Schwarzenegger-Stadion bei der Begegnung GAK - SW Bregenz (4:1) gab es in Klagenfurt zwar nicht, dafür konnte die Partie aber im Gegensatz zu den Spielen Pasching-Ried und Rapid-Admira bei zwar tiefen, aber regulären Platzverhältnissen über die Bühne gehen. Vor dem Spiel hatte Kärntens Landeshauptmann und Klub-Präsident Jörg Haider im Rahmen einer Pressekonferenz erste Schritte zur Installierung einer Nachwuchsakademie angekündigt, am Dienstag soll es in der Landesregierung in diese Richtung Weichenstellungen für die Zukunft geben.
Dies wird auch Bundesliga-Vorstand Peter Westenthaler freuen, denn seine erste "Dienstreise" an den Wörthersee geführt hatte. Der bekennende Austria-Fan durfte zudem auch nach neun Minuten über die Führung seiner "Veilchen" jubilieren: Rushfeldt setzte sich auf der linken Seite durch und legte ideal zurück, zunächst verpasste noch Djalminha aber Janocko traf genau ins Eck. Bei den Kärntnern, bei denen der grippekranke Trainer Rüdiger Abramczik durch seinen Assistenten Burak Dilmen vertreten wurde, bewirkte dies aber eine Trotzreaktion. Die Gastgeber übernahmen das Kommando und hatten mehr vom Spielgeschehen.
Zuleta (22.), Ambrosius (24./wegen Abseits zu Unrecht zurück gepfiffen) und Bubalo (33. und 39.) hatten auch die Möglichkeiten zum Ausgleich, aber auch die Austria war im Konter immer wieder gefährlich. So musste Papac in der 39. Minute bei einem Rushfeldt-Kopfball vor der Linie retten und in der 42. Minute bei einer Hereingabe des Norwegers erneut klären. Nach dem Wechsel wurden die Kärntner auch ohne die gesperrten Vorderegger und Hieblinger sowie den grippekranken Maric zunächst noch stärker. Aber Bubalo scheiterte in der 51. Minute zunächst an Mandl und vergab vier Minuten später nach schöner Hota-Vorarbeit.
Der Halbzeitmeister war effizienter: Über Djalminha und Rushfeldt kam der Ball in der 68. Minute zu Gilewicz und der Austria-Torjäger zeigte Bubalo wie es gemacht wird. Erst in der 84. Minute erzielte der eingewechselte Kozelsky doch noch den verdienten Ehrentreffer, zu mehr reichte es nicht, weil auch bei der Austria noch ein Joker stach. U21-Teamspieler Joachim Parapatits traf in der 92. Minute nach Scharner-Stanglpass zum Endstand von 3:1.
Christoph Daum (Austria-Coach): "Kompliment an beide Mannschaften, die auf die Gesundheit der Gegner geachtet haben. Es hat gute Kombinationen auf beiden Seiten gegeben, auch der FC Kärnten hat gut mitgespielt. Für die Bodenverhältnisse war es ein sehr gutes Spiel."
Burak Dilmen (Assistent des erkrankten Kärnten-Trainers Rüdiger Abramczik): "Eine gute Leistung meiner Mannschaft, die nie aufgegeben hat. Das Tor ist leider zu spät gefallen. Dass Fehler passieren, ist normal. Auf Grund der gezeigten Darbietung kann man für die Zukunft aber optimistisch sein."
Michael Wagner (Austria): "Wir wollten einen guten Start erwischen und drei Punkte machen, das ist uns auch gelungen. Nach der Pause sind wir in Bedrängnis gekommen, weil Kärnten nichts mehr zu verlieren hatte. Wir haben aber immer wieder gefährlich gekontert, darum geht das 3:1 auch in Ordnung."
FC Kärnten - Austria Wien 1:3 (0:1)
Wörthersee-Stadion, 4.500, SR Steiner.
Tore: 0:1 (9.) Janocko, 0:2 (68.) Gilewicz, 1:2 (84.) Kozelsky, 1:3 (92.) Parapatits
FC Kärnten: Goriupp - Jovanovic, W. Kogler, Papac, Höller - Bubalo, Zuleta (72. Kozelsky), Atalay, Pilipovic, Hota - Ambrosius (46.
Rohseano)
Austria: Mandl - Scharner, Martin Hiden, Ratajczyk, Dospel - Flögel, M. Wagner - Gilewicz (80. Parapatits), Djalminha (86. Kahraman), Janocko (85. Helstad) - Rushfeldt
Gelbe Karten: W. Kogler, Papac bzw. Scharner (im nächsten Spiel gesperrt), Ratajczyk
Die Besten: Atalay, Hota, Papac bzw. Mandl, Scharner, Rushfeldt
