Nimmersatt: Daum will Titel & Cupsieg für Austria
- Countdown für Champions-League-Quali läuft bereits
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Pasching vs. Ried erst am 12. März
·Daum fordert
'Rasenheizung in Bundesliga-Stadien'
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So wird sein 2. Jahr als Teamchef!
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Die Abschlusstabelle
der Saison 2003/04
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Austria Wien jagt den Sturm-Rekord!
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Wer soll diese Austria, die in der Tabelle mit je 13 Punkten vor SV Pasching und Sturm Graz souverän ganz oben thront, auf dem Weg zu ihrem ersten Fußball-Meistertitel seit zehn Jahren stoppen? Christoph Daum, der voreilige Gratulationen stets strickt zurückweist, antwortet vor Wiederbeginn der T-Mobile-Bundesliga selbst: "Jeder Trainer, jeder Spieler, jedes Team will gegen uns über sich hinauswachsen. Jeder hat die Chance, uns zu schlagen." Doch nach der Durststrecke ist der Titel das oberste violette Ziel.
"Wir wollen die Schüssel wieder nach Favoriten holen und auch den Pokal gewinnen", sagt der Austria-Trainer. Seine Schützlinge dürfen aber nicht der Meinung sein, einen Punkt schon vor jedem Spiel im Sack zu haben. "Wir müssen in 90 Minuten aus einem drei Zähler machen. Ein solches Bewusstsein muss immer wieder aufs Neue aufgebaut werden", predigt der Deutsche und fordert volle Konzentration von Spiel zu Spiel. Nur so würde die Sicherheit und der Automatismus einkehren.
Die Austria-Spieler sind aufgefordert, von Woche zu Woche ihr volles Leistungspotenzial abzurufen. Der Fußball-Lehrer weiß aber, dass noch lange nicht alles Gold ist, was glänzt. "Der technische Bereich muss noch verbessert werden, weil von ihm hängt auch die Taktik ab", sagt Daum. Spitzenteams hätten in 90 Minuten einen Anteil von 15% an "unforced errors" (unerzwungene Fehler), die Austria liege da noch bei rund 50%. Diese Zahl gilt es zu reduzieren.
Und so muss parallel zu den zwei "Unternehmen Titel und Cup" auch der Countdown für die Champions League-Qualifikation, für die die Veilchen laut Daum derzeit erst zu etwa "60 Prozent" gerüstet sind, laufen. "Bis August sind noch große Anstrengungen nötig." Um die Truppe bis dahin zu optimieren, bedürfe es auf ein oder zwei Positionen noch Verstärkungen. Trotz aller Nachteile (Termine, Sommerpause) bekennt sich Daum zur Liga. "Wir müssen lernen, sie positiv dazustellen, ohne Sand in die Auge zu streuen."
In der Vorbereitung mit zwei Trainingscamps in der Türkei und Spanien sowie neun Spielen ohne Niederlage (sechs Siege, drei Remis) hat sich schon viel bewegt. Alle hätten gut gearbeitet, in den Spielen und im Training sei ein Grundmuster des violetten Spiels angelegt worden. "Wenn jemand ausfällt, weiß der Ersatzmann genau über seine Aufgabe Bescheid und wenn einer weniger zeigt, ist ein Vollwertiger da, um ihn zu ersetzen", freut sich Daum über den Konkurrenzdruck innerhalb seines großen Kaders.
"Ich bin nun in einer personell schöneren, aber auch viel schwierigeren Situation als im Herbst. Damals hat sich die Aufstellung fast von alleine ergeben, nun drängen sich viele Gute auf und ich habe die Qual der Wahl", so der Deutsche, der auch die Neuen wie Kahraman und Parapatits lobt. Der Ex-Paschinger sei ein guter Fußballer mit starken Willen, habe aber noch schwere Beine. Der frühere Leoben-Stürmer sei der "shooting star", solche Spieler brauche Österreich. "Für viele ist das violette Trikot eine Belastung, für ihn ist es ein Ansporn und Ehre."
Die Veilchen reisen am Samstag übrigens im neuen Autobus ins neue Ligajahr. Das Volvo-Gefährt mit 420 PS spielt alle "Stückln": 28 Liege-Schlaf-Sitze, Küche, WC, Klimaanlage, zwei TV-Geräte, SAT-Anlage, DVD-Player, Video sowie Handy- und Laptop-Steckdosen. "Fußballer sind wie hochsensible Rennpferde. Mit diesem Untersatz sind wir top, schon auf Champions-League-Niveau. Mit anderen Dingen müssen wir noch nachziehen, die Infrastruktur verbessern", meint Daum.
