Ralf: "Können uns Siege im Moment abschminken"
- Unzufriedenheit von BMW und Berger mit Partner Williams
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·Schumi II
Wechsel zu Toyota kein Thema
·Bruderzwist
Michael treibt Ralf zur Verzweiflung
·M. Schumacher
"Entscheide heuer über die Zukunft"
·Zukunftspläne
Wie geht es mit
A1-Ring weiter?
·Brandneu!
Die Formel 1 Boliden für 2003
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FIA-Chef Mosley sorgt für Aufsehen
Ralf Schumacher sieht derzeit keine Chance für das Team Williams-BMW auf Grand-Prix-Erfolge. "Siege können wir uns im Moment abschminken", teilt der deutsche Formel-1-Pilot wenige Tage vor dem Saisonstart in Melbourne auf seiner Internet-Homepage mit. "Ich hab' keine Ahnung, wo wir mit unserem Auto stehen!" Klarer WM- Favorit sei sein Bruder Michael mit Ferrari.
Williams-BMW tritt in Australien als einziges Top-Team mit seinem neuen Boliden an, konnte aber bei den Testfahrten bisher nicht überzeugen. Ralf Schumacher weiß nicht so recht, wie die Blau-Weißen beim ersten Rennen am Sonntag im Vergleich zu den "Roten" und den Silberpfeilen von McLaren-Mercedes stehen. Das Modell FW 25 sei "auf keinen Fall so schlecht, wie es vielleicht gemacht wird, es ist aber auch nicht so gut, dass wir gleich ganz vorne mitfahren können", urteilte er. Wenn das Team so hart und konsequent weiterarbeite wie in den letzten Testwochen, werde es sich ordentlich weiterentwickeln. "Die Frage ist nur 'wann' und 'wie weit'?" Voraussichtlich erst nach den ersten beiden Grand Prix ließe sich Genaueres sagen.
Wegen der Regeländerungen werde die Frage nach dem schnellsten Auto vorerst jedoch in den Hintergrund gedrängt. Die Strategie und viele Überraschungsmomente sorgen laut "Schumi II" für Aufregung. Renault und Toyota stuft der 27 Jahre alte Rheinländer in diesem Jahr als "sehr stark" ein.
Berger kritisiert neues Auto
Kritik am neuen Williams-BMW übte zum wiederholten Mal auch BMW-Motorsportdirektor Gerhard Berger. "Das Auto ist nicht schnell genug", sagte der Tiroler in einem "kicker"-Interview. Grund dafür sei das Chassis, auf das der bayerische Motorenpartner keinen Einfluss habe. "Da müssen wir uns auf Williams verlassen", stichelte Berger: "Ich hoffe, dass die Engländer noch diese Woche etwas finden." Derzeit sei Williams-BMW "um einiges langsamer" als Ferrari und McLaren-Mercedes, was mit dem Motor nicht kompensiert werden könne.
Bergers Zukunft bleibt ungewiss
Die aktuelle Unzufriedenheit mit Williams beeinflusst auch die Verhandlungen über eine Fortsetzung der 2004 endenden Partnerschaft. BMW versuche, für die Zukunft Weichen zu stellen. "Aber momentan können wir mit der Leistung nicht zufrieden sein", forderte Berger die Briten zu Verbesserungen auf: "Momentan schaut es nicht gut aus." Eine weitere Zusammenarbeit sei wünschenswert, aber "nur unter gewissen Voraussetzungen".
Über seine weitere Zukunft als Motorsportdirektor bei BMW will Berger noch in dieser Woche entscheiden. Wenn er weitermache, dann nicht nur für ein oder zwei Jahre. Ein Team-Wechsel komme nicht in Frage.
