Sonntag, 23. Februar 2003

Erstes WM-Gold für Schweden durch Per Elofsson

  • Sprintsieg vor Norweger Hofstad und Landsmann Brink
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Per Elofsson ist der kompletteste Langläufer der Nordischen Ski-WM im Val di Fiemme. Der 25-Jährige Schwede gewann am Sonntag den Skiathlon über 10 km klassisch mit Massenstart und 10 km Skating im Sprint vor dem Norweger Tore Ruud Hofstad und seinem Landsmann Jörgen Brink. Es waren im dritten Herren-Rennen die ersten WM-Medaillen für die heuer so starken Schweden.

Bei Elofsson drängt sich ein Vergleich mit 30-km-Weltmeister Thomas Alsgaard (NOR) auf: Auch er war im WM-Winter nach Erkrankung bisher nicht in Bestform gewesen, trumpfte aber beim Höhepunkt auf. Der Doppel-Weltmeister von Lahti eroberte die dritte Goldene seiner Karriere, so wie Damen-Siegerin Kristina Smigun kritisiert aber auch er die neue Form des Verfolgungsbewerbs. "Wir haben im Dezember eine Protestnote gegen diese Form des Rennens unterschrieben. Die Verfolgung sollte an zwei Tagen gelaufen werden." Ein Boxenstopp (da werden nach 10 km klassisch die Ski und Stöcke gewechselt) habe nichts mit Langlauf zu tun und werde dessen Popularität nicht steigern. Der Zielsprint verlief aber immerhin gerade zu dramatisch.

Eine Viruserkrankung hatte den Weltcupsieger der zwei vergangenen Jahre im Sommer weit zurückgeworfen, zu Saisonbeginn hatte er nach eigenen Worten erst 60 Prozent seines Potenzials erreicht. Doch zwölf Wochen später stand Elofsson auf dem Podest ganz oben. Er sei aber noch immer nicht in Bestform. "Meinen Erfolg verdanke ich vor allem dem schnellen Ski und dem guten Teamwork." Nach einem Antritt von Pietro Piller-Cottrer (ITA) hatte Mathias Fredriksson die Lücke geschlossen und in der letzten Abfahrt setzte sich Elofsson aus guter Position minimal ab. "Ich bin normal kein schneller Sprinter, aber nach 20 Kilometern ist das alles anders."

Das ÖSV-Team war erstmals seit vielen Jahren in einer WM- oder Olympiakonkurrenz nicht vertreten - die wenigen Läufer mit guter Form werden für die Staffel am Dienstag geschont - und der Schützenhilfe für Markus Hasler aus Liechtenstein blieb knapp ein Erfolg versagt. Der Trainingspartner der Österreicher, der im Teamhotel wohnt und dem auch die Ski von der ÖSV-Crew präpariert werden, verpasste Edelmetall um einen Schritt und wurde Vierter.

23.2.2003 10:46