Montag, 17. Februar 2003

Terrordrohungen: Erhöhter Schutz für 4 Teams bei WM

  • Gottwald trägt bei Eröffnungsfeier Österreichs Fahne
  • Plus die Umfrage: Wie viele Medaillen holt Österreich?

Die dunklen Seiten der Weltpolitik werfen auch Schatten auf den Nordischen Skisport. Bei den Weltmeisterschaften im Val di Fiemme wurden wegen der Terrordrohungen im Zusammenhang mit einem möglichen Krieg gegen den Irak für vier Mannschaften besondere Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Bewaffnete Polizisten an neuralgischen Punkten, dazu Geheimdienstleute und Angehörige der Anti-Terror-Einheit, insgesamt rund 200 Mann, sollen Athleten und Betreuer aus den USA, aus Russland, der Türkei und Israel schützen. Die Bewachung zur Verhinderung von möglichen Anschlägen erfolgt aber viel diskreter als etwa bei Olympia in Salt Lake City nach den Anschlägen des 11. September.

Die Titelkämpfe werden am Dienstag Abend in Cavalese, dem Hauptort des Tales, von Minister Enrico La Loggia und FIS-Präsident Gian-Franco Kasper offiziell eröffnet. Die österreichische Delegation bei dieser Feier wird eher klein sein - nur die Kombinierer reisen bereits am Dienstag vollzählig an. Die Springer kommen erst am Mittwoch und von den Langläufern haben erst Michail Botwinow (er bestreitet den 30-km-Bewerb am Mittwoch) und Alexander Marent Quartier bezogen. Felix Gottwald, dem fünffachen Medaillengewinner von Lahti (2) und Salt Lake City (3), wird die Ehre zuteil, die rot-weiß-rote Fahne zu tragen.

Sportler aus 41 Ländern
Die 44. Weltmeisterschaften warten mit einem neuen Rekord auf. 41 Länder sind mit Sportlern vertreten, das sind um zwei mehr als 2001 in Lahti. Insgesamt rund 500 Athletinnen und Athleten wurden genannt, etwa 700 Medienvertreter werden aus dem Val die Fiemme über ihre Leistungen berichten.

Erster Bewerb vor der Eröffnung
Der Auftakt des Sportprogramm erfolgt schon vor der Eröffnung, Erster der insgesamt 18 Bewerbe ist am Dienstag (10:00 Uhr) der 15-km-Langlauf der Damen mit Massenstart. Topfavoritin ist die Norwegerin Bente Skari, die Titelverteidigerin und 10-km-Olympiasiegerin von Salt Lake City. Italien hofft auf einen erfolgreichen Auftakt, für den Gabriella Paruzzi, die 30-km-Olympiasiegerin, sorgen soll. Von den Medaillengewinnerinnen der zwei vergangenen Großereignisse fehlen Olga Danilowa (RUS) wegen ihrer Dopingsperre sowie Julia Tschepalowa, die Mutter geworden ist.

17.2.2003 13:13