ÖSV-Kritik: Drei-Länder-Bewerbung für WM 2009 bleibt
- Slowenien/Kärnten/Friaul vs Schladming, Vail, Garmisch etc.
·Schröcksnadel
Dreiländer-Kandi- datur kein Thema
Kein Ende im Streit um die Dreiländer-Ski-WM-Bewerbung: Der Kärntner Sportlandesrat Gerhard Dörfler (F) will trotz Widerstands des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) an einer Kandidatur für 2009 festhalten. Darauf habe er sich mit den Präsidenten der Skiverbände Italiens und Sloweniens geeinigt, sagte Dörfler. Die Bewerbung könnte noch diese Woche offiziell werden, erklärte Dörfler auf Anfrage der APA.
Dörfler führte am Sonntag Gespräche in Val de Fiemme am Rande der Nordischen Skiweltmeisterschaften. Dabei, so der Landesrat, habe man sich auf eine Kandidatur für das Jahr 2009 geeinigt. Die offizielle Bewerbung soll der slowenische Skiverband einreichen, Kärnten und Friaul sind mit dabei. "Ich habe eigentlich nicht damit gerechnet, dass es am Sonntag schon so konkrete Resultate geben würde, aber es freut mich natürlich sehr", so Dörfler am Montag.
Ein Verschieben der Bewerbung auf 2011, wie angedacht worden war, um eine Kollision mit der Kandidatur Schladmings zu vermeiden, ist inzwischen laut Dörfler vom Tisch: "Der slowenische Skiverband hat nach Rücksprache mit der Politik entschieden, 2009 anzupeilen." Dass der ÖSV verärgert reagiere, finde er nicht in Ordnung. "Ich habe drei Tage lang vergeblich versucht, Präsident Peter Schröcksnadel zu erreichen", erklärte er. Mindestens 20 Anrufe seien jedoch vergeblich gewesen.
Er sehe jedoch kein Problem, betonte der Sportlandesrat. Es gebe eine Konkurrenz um die WM-Austragung, und da sei neben Schladming, Vail, Garmisch und voraussichtlich Val d'Isere eben auch Slowenien mit Kärnten und Friaul im Rennen. "Das ist ein sportlich interessanter Wettkampf, man wird sehen, wer gewinnt", so Dörfler.
Am kommenden Freitag soll es noch ein Gespräch über die "Senza confini"-Bewerbung geben, Dörfler hofft, dass sich Schröcksnadel für diesen Termin "Zeit nehmen wird", damit man auch den Standpunkt des ÖSV berücksichtigen könne.
