Montag, 17. Februar 2003

Nach Ski-WM: Miller gegen Steff um Weltcup-Krone

  • Eberharter liegt um acht Punkte voran
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Die 37. Alpin-WM in St. Moritz ist Geschichte, der Ski-Alltag heißt wieder Weltcup. In vier Wochen geht in Lillehammer/Norwegen das Weltcup-Finale in Szene, vor allem bei den Herren sind praktisch alle Entscheidungen noch offen.

Es liegt vor allem an Stephan Eberharter und Bode Miller, ob das Interesse am Skisport nach dem WM-Höhepunkt schlagartig nachlässt oder nicht. In Abwesenheit von Hermann Maier, der sich nach seinem fünfwöchigen Sensations-Comeback den Nagel aus seinem verletzten Bein entfernen und den restlichen Weltcup links liegen lässt, sollte das Duell zwischen dem Tiroler und dem US-Amerikaner um die große Kristallkugel den Weltcup im Blickpunkt halten.

Gerade acht Punkte liegt der Tiroler vor seinem US-Konkurrenten, sechs Rennen stehen vor dem Finale Mitte März in Kvitfjell und Hafjell noch an. Eberharter kann zwar diese Woche in Garmisch (Abfahrt und Super G) seinen Mini-Vorsprung etwas ausbauen, Miller danach aber bei der zweiwöchigen Asien-Tournee in Korea und Japan (jeweils RTL und Slalom) kräftig punkten.

Zumindest im Abfahrts-Weltcup hat der fünffache Saisonsieger Eberharter (137 Punkte Vorsprung auf Daron Rahlves) beste Chancen auf eine Kristalkugel, aber schon in den restlichen Disziplinen-Wertungen der Herren ist alles noch offen. Im Super G führt der Schweizer Didier Cuche 40 Punkte vor Marco Büchel (LIE) und 44 vor Eberharter, im Riesentorlauf Michael von Grünigen (SUI) 57 vor Miller. Hans Knauß liegt aber als Dritter und bester Österreicher schon über 130 Zähler zurück.

Bei den Damen hat die Kroatin Janica Kostelic angesichts ihrer bisherigen Überlegenheit den Gesamt- und Slalom-Weltcup so gut wie in der Tasche und kann deshalb sogar die zwei Abfahrten diese Woche in der Sierra Nevada auslassen. Sie kann wohl nur noch eine Verletzung stoppen, Kostelic hatte aber schon vor der Knie-Untersuchung am Montag in Zagreb angekündigt, dass sie sich den Weltcup nicht kampflos sondern auf der Piste sichern will.

Für Österreichs Damen ist der Gesamt-Weltcup außer Reichweite und wohl nur noch in den Speed-Disziplinen etwas zu holen. Michaela Dorfmeister und Renate Götschl sind den ex aequo führenden Carole Montillet und Kirsten Clark in der Abfahrtswertung dicht auf den Fersen, Götschl hat als derzeit Dritte selbst im Super G noch Chancen. Fünf Speed-Rennen in Folge stehen jetzt in Spanien und Innsbruck an. Gut möglich also, dass auch da schon vor dem Finale alles entschieden ist.

17.2.2003 11:42