Doppelsitzer: Linger/Linger siegen vor Schiegl/Schiegl
- PLUS: Bronze für Österreichs Kunstbahn-Team (Kasten rechts)
ÖRV-Doppelsieg bei den Doppelsitzern. Für Österreichs Kunstbahn-Rodler gab es am Samstag bei den Weltmeisterschaften in Sigulda (Lettland) gehörigen Grund zum Feiern. Nachdem Rainer Margreiter, Sonja Manzenreiter sowie Andreas und Wolfgang Linger am Freitag schon zum Auftakt im Team-Bewerb Bronze geholt hatten, kam es bei den Doppelsitzern noch besser. Die Linger-Brüder setzten sich nach zwei Läufen mit 0,023 Sekunden Vorsprung auf die Schiegl-Cousins Tobias und Markus durch und führten einen unerwarteten rot-weiß-roten Doppelerfolg an. Platz drei ging an die deutschen Olympiasieger Patric Leitner/Alexander Resch (+0,05 Sekunden).
Die Linger-Brüder fuhren in Sigulda wohl endgültig aus dem Schatten der Schiegl-Cousins. Der 21-jährige Andreas und der 20-jährige Wolfgang aus Absam hatten 2001 bei der WM in Calgary noch mit Platz 14 vorlieb nehmen müssen, Rang drei bei der Junioren-WM in Lillehammer zeigte aber schon damals von Potenzial. Im vergangenen Jahr bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City wurden die Lingers Achte, gewannen aber wertvolle Erfahrung für die kommende Saison.
So gab es in Altenberg den ersten Weltcup-Sieg und Platz vier im Gesamt-Weltcup und nun Weltmeisterschafts-Gold. "Bei uns lief es schon die ganze Woche im Training hervorragend. Außerdem wussten wir seit vergangenen Jahren, dass diese Bahn uns liegt. Trotzdem sind wir von diesem Sieg ganz überwältigt", meinte ein überglücklicher Wolfgang Linger.
Auch die Schiegls waren trotz des knapp verpassten dritten bzw. fünften WM-Titels (1996 und 1997 gab es Gold im Doppelsitzer und im Team-Bewerb) nicht enttäuscht: "Vor dem zweiten Lauf haben wir Österreicher am Start schon ausgemacht, dass wir jetzt den Rest der Welt zerlegen werden. Aber im Ernst: Diese beiden Medaillen haben eine große Bedeutung für unseren Sport. Nach den Rücktritten von Markus Prock und Angelika Neuner dachte viele, dass es mit den Erfolgen vorbei sein wird. Wir haben jetzt allen das Gegenteil bewiesen", so ein zufriedener Tobias Schiegl.
Bei den Damen gab es durch Olympiasiegerin Sylke Otto (dritter WM-Titel in Serie/Kasten rechts), Silke Kraushaar und Barbara Niedernhuber wieder einmal einen deutschen Dreifachsieg. Hinter der Lettin Anna Orlova belegten die beiden Österreicherinnen Veronika Halder und Sonja Manzenreiter die Plätze fünf und sechs.
| Doppelsitzer (2 Läufe/20 Teams am Start): | |||
| 1. | Wolfgang Linger/Andreas Linger | AUT | 1:25,363 (42,634/42,729) |
| 2. | Tobias Schiegl/Markus Schiegl | AUT | 1:25,386 (42,658/42,728) |
| 3. | Patric Leitner/Alexander Resch | GER | 1:25,413 (42,665/42,748) |
| 4. | Mark Grimmette/Brian Martin | USA | 1:25,444 (42,763/42,681) |
| 5. | Christian Oberstolz/Patric Gruber | ITA | 1:25,464 (42,635/42,829) |
| 6. | Gerhard Plankensteiner/Oswald Haselrieder | ITA | 1:25,733 (42,776/42,957) |
| 7. | Andre Florschütz/Torsten Wustlich | GER | 1:25,761 (42,986,42,775) |
| 8. | Lubomir Mick/Walter Marx | SVK | 1:25,820 (42,759,43,061) |
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