Hunyady nach erneuter Knie-Operation außer Gefecht
- Die Fortsetzung der Eisschnelllauf-Karriere ist ungewiss
- Derzeit zur Dauer-Rehabilitation in Gars am Kamp

Die sportliche Zukunft von Olympiasiegerin Emese Hunyady ist derzeit ungewiss. Die bald 37-Jährige ist Mitte Jänner wie schon im vergangenen September und im Dezember 2001 am rechten Knie operiert worden und wird in dieser Saison nicht mehr als Eisschnellläuferin in Aktion sein. Ursprünglich hatte sie ja einen Start bei der Einzelstrecken-Weltmeisterschaften Mitte März in Berlin geplant gehabt. Nun ist aber überhaupt ihre Karriere-Fortsetzung sowohl im Eisschnelllauf als auch im Radsport nicht sicher.
Kurz nach dem jüngsten Eingriff bei Professor Reinhard Weinstabl kam Hunyady zur Rehabilitation nach Gars am Kamp, seither hält sie sich im dortigen Dungl-Bio-Trainingszentrum auf. Geschäftsführerin Andrea Dungl-Zauner will dem Routinier bei der Rehabilitation Zeit lassen: "Die erneute Operation war notwendig, da sich nicht der erwartete Therapie-Erfolg eingestellt hatte. Danach ging es um die Entlastung des Kniegelenks. Es wird noch sechs bis acht Wochen dauern, bis man bei ihr Genaueres über Wettkampfsport sagen kann."
In der nächsten Woche hat Hunyady u.a. einen Röntgen-Termin zu absolvieren, ehe sie bald darauf wieder nach Gars zurückkehrt. "Sie wird dann wieder Zeit zur intensiven Rehabilitation bekommen. Wichtig ist, dass sie wieder gesunde Beine bekommt", erklärt Dungl-Zauner. Schon jetzt unterzieht sich Hunyady Lymphdrainagen, Massagen und Rücken-Training.
Hunyady selbst wollte und konnte sich nicht näher zu ihren sportlichen Plänen äußern und verwies in dieser Hinsicht auf die sie betreuenden Ärzte. "Mir geht es hier aber recht gut, nur dauert der Aufenthalt schon ganz schön lang", erklärte die "Eis-Gräfin". Hunyady hat die Pläne, bei Sommer-Olympia 2004 in Athen für Österreich in den Bahn-Radbewerben zu starten, aber noch nicht ad acta gelegt. Mit der Qualifikation für die Spiele wird es freilich knapp, müsste sie doch dazu schon heuer kräftig in die Pedale treten.
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