Israelische Armee tötet mindestens acht Palästinenser
- Armeeoperation mit rund 20 Panzern
·Militäraktion
Palästina: 13 Tote, 40 Verletzte
·Truppenabzug
Syrien verringert Präsenz in Beirut
Die israelische Armee hat bei einer neuen Offensive gegen mutmaßliche Extremisten im Gazastreifen am Sonntag mindestens sieben Palästinenser getötet. In Nablus im Westjordanland starb in der Früh ein 14-Jähriger, der am Samstag durch Schüsse eines Soldaten schwer verletzt worden war. Nach Angaben des Sheba-Krankenhauses in Gaza wurden bei den israelischen Aktionen im Gazastreifen mindestens 15 Menschen zum Teil schwer verletzt. Indessen starb ein israelischer Soldat im Gazastreifen vermutlich durch einen Heckenschützen.
Mindestens 20 Panzer und gepanzerte Fahrzeuge waren am Sonntag nach Mitternacht in die Kleinstadt Beit Chanun nördlich von Gaza eingedrungen, die als Hochburg der Extremisten-Organisationen Hamas und Islamischer Dschihad gilt. Anschließend umstellten sie das Haus eines Palästinensers, der am Freitag getötet worden war. Bei Schießereien mit Extremisten wurden nach palästinensischen Angaben sechs Männer erschossen, darunter der Vater des am Freitag Getöteten. Die Soldaten zerstörten mindestens vier Häuser in dem Ort.
In der Früh erschossen Soldaten nahe der jüdischen Siedlung Nezarim einen weiteren Palästinenser. Nach Angaben des israelischen Rundfunks sei er bewaffnet gewesen. Ein Armeesprecher sagte, der Mann sei bei einem Schusswechsel ums Leben gekommen. Inzwischen starb in einem Krankenhaus von Nablus ein 14-jähriger Palästinenser, der am Samstag bei Zusammenstößen von Soldaten schwer verletzt worden war.
Palästinensischen Angaben zufolge rückten mehrere Panzerfahrzeuge mit Unterstützung durch Kampfhubschrauber aus zwei Richtungen in Beit Hanun ein. Anschließend hätten die Soldaten eine Ausgangssperre verhängt und Warnschüsse abgefeuert, hieß es weiter. Von Beit Hanun aus hatten Mitglieder der radikalislamischen Hamas wiederholt Raketen vom Typ Kassam auf israelisches Gebiet abgefeuert. Verteidigungsminister Shaul Mofas kündigte an, die Besetzung werde erst beendet, wenn die Gefahr von Angriffen aus Beit Hanun gebannt sei.
Israelischer Soldat im Gaza-Streifen getötet
Ein israelischer Soldat ist am Sonntag im Süden des Gaza-Streifens getötet worden. Nach vorliegenden Angaben wurde er von palästinensischen Heckenschützen erschossen. Die israelische Armee hat am selben Tag bei einer neuen Offensive gegen mutmaßliche Extremisten im Gaza-Streifen mindestens sieben Palästinenser getötet.
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