NY: Großfeuer in Öllager von defekter Pumpe ausgelöst
- Kapitän und ein Mannschaftsmitglied tot
- PLUS: Die Bilder der Katastrophe (siehe Kasten rechts)!
Die tödliche Explosion und das Großfeuer auf einem Ölschiff vor New York ist vermutlich durch Funkenbildung an einer defekten Pumpe ausgelöst worden. Die Hunderte Meter hoch steigende Rauchwolke hatte kurzfristig Hunderttausende New Yorker nervös gemacht. Bereits nach Minuten war jedoch am Unglückstag klar, dass es sich nicht um einen Terroranschlag handelte.
Die "New York Times" berichtete am Samstag, an Bord der mit 100.000 Barrel Benzin beladenden Barkasse der Ölgesellschaft Exxon-Mobile sei Stunden vor dem Unglück eine Pumpe repariert worden. Vermutlich hätten sich an dieser dann Funken gebildet. Das Schiff ging sofort in Flammen auf, der Kapitän und ein Crewmitglied starben.
Hunderte Meter hohe Rauchsäulen
Flammen und Qualm schossen in den Hafenanlagen von Staten Island hunderte Meter hoch in den Himmel. Die Explosion war in weiten Teilen New Yorks zu hören. Als die dichten schwarze Rauchwolken hinter den Wolkenkratzern im Süden Manhattans aufstiegen, blieben Tausende Menschen vor Schreck in den Straßen der Stadt stehen. Viele wurden an die verheerenden Terrorangriffe auf das World Trade Center vom 11. September 2001 erinnert. Damals starben mehr als 2.750 Menschen. "Ich habe sofort meine Familie angerufen, um zu sagen, dass ich lebe", berichtete ein Mann Fernsehreportern.
Warnung vor giftigen Partikeln
Bürgermeister Michael Bloomberg warnte die Einwohner der Umgebung vor möglichen giftigen Partikeln in der Luft. Er rief sie auf, die Fenster geschlossen zu halten und nicht auf die Straße zu gehen. Bloomberg kündigte intensive Prüfungen der Luftqualität an. Mehrere Häuser am Rande des südlichen New Yorker Bezirkes wurden evakuiert.
Nach 45 Minuten Feuer nahezu aus
Das Feuer in dem Port Mobile genannten Teil der Raffinerie erstarb nach etwa 45 Minuten weitgehend. Ein Sprecher von Exxon-Mobile erklärte, die Unglücks-Barke habe gut 100.000 Barrel bleifreies Benzin geladen gehabt. "Wir haben sofort eine Untersuchung eingeleitet, die klären soll, wie es zu der Katastrophe kommen konnte."
Unglücksgebiet abgeriegelt
Das gesamte Gebiet um den Unglücksort war zeitweilig von der Küstenwache sowie von der Polizei weiträumig abgeriegelt worden. Brücken und Straßen in der Umgebung wurden gesperrt. Die Flughäfen von New York setzten den Betrieb nach einer kurzen Unterbrechung fort. Nach etwa einer Stunde gab die Feuerwehr Entwarnung. Zeitweilig sei das Übergreifen der Flammen auf Dutzende von Öltanks befürchtet worden, sagte ein Feuerwehrsprecher. "Vielleicht sind wir an einer riesigen Katastrophe gerade nochmal vorbeigerutscht."
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