Donnerstag, 20. Februar 2003

Blix will von Irak Zerstörung von Raketen verlangen

  • USA: "Entscheidender Test" für Abrüstungsbereitschaft Bagdads
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Der Chef der UNO-Waffeninspektoren, Hans Blix, wird nach Auskunft von UNO-Diplomaten und aus US-Regierungskreisen vom Irak die Zerstörung seiner umstrittenen Al-Samoud-2-Raketen verlangen. In den Kreisen hieß es am Mittwoch in New York, ob der Irak dieser Aufforderung nachkomme oder nicht, werde für die USA ein entscheidender Test für die Bereitschaft des Irak zur Aufgabe eines Verteidigungssystems sein. Die Raketen sind wegen ihrer Reichweite umstritten.

In seinem Bericht im UNO-Sicherheitsrat am 27. Jänner hatte Blix auf Erkenntnisse der Inspektoren hingewiesen, dass diese irakischen Raketen illegal seien, weil sie deutlich weiter fliegen könnten als die von der UNO als Höchstgrenze festgelegten 150 Kilometer.

Laut Blix hatten Tests der Raketen eine Reichweite von 183 Kilometern ergeben. Auch sei der Durchmesser der Al-Samoud-Raketen mit 760 Millimetern gegenüber der ursprünglichen Version vom Irak erhöht worden. Der Irak hat den Vorwurf zurückgewiesen, mit den Raketen gegen UNO-Vorschriften zu verstoßen.

Ein nachgewiesener, materieller Verstoß gegen die Resolutionen der UNO könnten den USA als Rechtfertigung für einen Militärschlag gegen den Irak dienen.

Nach Angaben der Diplomaten hat Chefinspektor Blix noch nicht entschieden, ob vom Irak auch die Zerstörung der Triebwerke der Raketen verlangt werden soll.

20.2.2003 10:50