Mittwoch, 19. Februar 2003

Geheimdienste verfolgen "mysteriöse Schiffe"

  • Angeblich seit Dezember inkognito auf hoher See
  • Irakische Massenvernichtungswaffen an Bord?

Amerikanische und britische Geheimdienste verfolgen nach einem Bericht einer britischen Zeitung drei "mysteriöse Schiffe", die angeblich irakische Massenvernichtungswaffen an Bord haben könnten. Sie sollen sich seit Anfang Dezember praktisch dauernd auf See aufhalten.

Wie die britische Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf "glaubwürdige Quellen aus der Schifffahrtsbranche" berichtete, kreuzen die Frachter seit drei Monaten auf hoher See herum und machen in Verletzung des Seerechts keine Funk-Angaben über ihre Ladung.

Dauernd auf See
Die Schiffe sind demnach wenige Tage nach Beginn der UNO-Waffeninspektionen im Irak ausgelaufen, jedoch - um keinen Verdacht zu erregen - nicht aus dem Irak selbst. Sie seien in Ägypten gechartert worden und führen unter drei verschiedenen Flaggen. Die meiste Zeit hätten sie wahrscheinlich auf dem Indischen Ozean verbracht. Nur ein paar arabische Häfen, darunter im Jemen, hätten sie angelaufen, um sich mit Lebensmitteln und Treibstoff zu versorgen. Die Massenvernichtungswaffen seien - falls wirklich an Bord - möglicherweise über Syrien oder Jordanien aus dem Irak geschmuggelt worden.

19.2.2003 11:22