Tödliche Feuerkatastrophe in Daegu
- Brand-Attentat in Südkorea: Offiziell 124 Tote!
- PLUS: Die BILDER vom Drama in Daegu!
·Horror-Foto
Das letzte Bild aus der Todes-U-Bahn
U-Bahn-Passagiere versuchten den Irren zu stoppen - doch sie hatten keine Chance: Offiziell 125 Tote forderte der grauenhafte Brandanschlag in der südkoreanischen Stadt Daegu! Mehr als 135 Opfer wurden verletzt, Dutzende Passagiere galten als vermisst. Der Verdächtige wurde festgenommen, das Motiv blieb unklar. Kann in Wien auch so ein Drama passieren? Die Verantwortlichen beruhigen: "Wir sind gegen so ein Inferno gerüstet" (Kasten rechts). Daegu liegt 320 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Seoul.
U-Bahn-Passagiere versuchten Täter zu stoppen!
Der Mann hatte vor einem Waggon eines einfahrenden Zuges eine mit brennbarem Farbverdünner gefüllte, grüne Plastikflasche angezündet. U-Bahn-Gäste versuchten, einen Wurf der improvisierten Brandbombe zu verhindern. Doch das gelang nicht. Der Täter schleuderte die Flasche in den Waggon, wo es zu einer Explosion und dann zu dem Brand kam. Dabei wurde auch der Verdächtige verletzt.
Schockierende TV-Bilder
Beim Ausbruch des Feuers hätten sich bis zu 600 Menschen in dem Zug befunden, berichtete der Fernsehsender YTN. Die Bergungsarbeiten dauerten auch fünf Stunden nach dem Unglück noch an. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie dicker scharzer Rauch aus dem U-Bahnschacht quoll. Mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Polizisten und Feuerwehrleute brachten die Verletzten auf Tragen zu drei nahe gelegenene Krankenhäusern in Südkoreas drittgrößter Stadt. Der giftige Qualm erschwerte die Rettungsarbeiten. Helfer sagten, mehrere Menschen, unter ihnen zwölf U-Bahn-Mitarbeiter, säßen noch unter der Erde fest.
Die Ursache des Feuers sei vermutlich Brandstiftung, sagte der Mitarbeiter weiter. "Ein Mann in einem Trainigsanzug im Alter zwischen 40 und 50 Jahren hat einen Pappbehälter für Milch mit einer brennenden Flüssigkeit als Inhalt angezündet und in den U-Bahn-Wagen geworfen", sagte ein Augenzeuge einer Meldung der Nachrichtenagentur Yonhap zufolge.
Die Polizei teilte mit, der mutmaßliche Täter sei medizinisch versorgt worden. Er werde jetzt zur Wache gebracht. Über das mögliche Motiv wurden keine Angaben gemacht. Der Verdächtige dürfte aber vermutlich geistesgestört sein.
Daegu ist die drittgrößte Stadt Südkoreas und war einer der Austragungsorte der Fußballweltmeisterschaft im vergangenen Jahr. Die Stadt liegt im Südosten des Landes und hat nur eine U-Bahn-Linie, die durch das Zentrum führt. Bei einer Gasexplosion in der U-Bahn waren 1995 über 100 Menschen getötet und 100 verletzt worden.
Motiv für Wahnsinnstat unklar
Was das Motiv für die Tat war, war noch unklar. Auch über mögliche politische Hintergründe war nichts bekannt. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser eingeliefert, wie Polizeisprecher Kim Byong-Hak sagte. Der gesamte U-Bahn-Bereich wurde gesperrt. Auch der Straßenverkehr kam teilweise zum Erliegen, weil Krankenwagen die Straßen verstopften.
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
