Winter-Chaos im US-Nordosten forderte 28 Tote
- Schneefall an US-Ostküste lässt langsam nach
- Flugverkehr zum Teil wieder aufgenommen

Nach dem heftigsten Wintersturm der vergangenen Jahre hat der Schneefall im Nordosten der USA am Dienstag allmählich nachgelassen. Die Räumdienste begannen mit dem Abtragen der teils zwei Meter hohen Schneedecke. In dem Unwetter kamen in drei Tagen 28 Menschen ums Leben, und der Straßen- und Luftverkehr an der Ostküste wurde lahm gelegt. Zeitweise waren mehr als 250.000 Haushalte ohne Strom.
Am Dienstagvormittag fielen in der Region noch zwischen 50 und 102 Zentimeter Schnee. Die Ortschaft Berkeley Springs in West Virginia bat nach Angaben von Bürgermeisterin Susan Webster die Nationalgarde um Hilfe bei den Räumarbeiten. Die Behörden befürchteten nach Einsetzen des Tauwetters schwere Überschwemmungen. An den Flughäfen von Washington, Baltimore, Philadelphia und New York wurde der Flugverkehr zum Teil wieder aufgenommen.
Die US-Bundesstaaten Ohio, New York, Kentucky, New Jersey, West Virginia, Maryland und Delaware hatten am Montag den Notstand ausgerufen. Am schlimmsten war die Lage in West Virginia und in Maryland, wo der Schnee 1,25 Meter hoch lag. "Hier sieht es eher aus wie in Sibirien als in Maryland", sagte ein Sprecher der Autobahnmeisterei. Der Gouverneur von Maryland, Robert Ehrlich, bezifferte die Schäden auf bis zu 30 Millionen Dollar (28,0 Mill. Euro).
Auch in New York lag der Schnee einen halben Meter hoch. Bürgermeister Michael Bloomberg sagte, das Unwetter werde die Stadt 20 Millionen Dollar kosten. Die US-Hauptstadt Washington lag unter einer 40 bis 60 Zentimeter hohen Schneedecke. Öffentliche Gebäude, Flughäfen, Schulen und zahlreiche Geschäfte blieben geschlossen.
Ums Leben kamen in dem Schneesturm bisher jeweils sechs Menschen in West Virginia und Missouri, fünf in Pennsylvania, vier in Iowa, je zwei in Virginia und Illinois und je ein Mensch in Nebraska, Ohio und New Jersey. Es war der schwerste Schneesturm seit 1996 - damals kamen mehr als 80 Menschen ums Leben.
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