37 im Bundesparteivorstand: Nur 2 sind gegen FPÖ
Der ÖVP-Bundesparteivorstand tritt zusammen, um darüber zu entscheiden, ob nach dem Scheitern der schwarz-grünen Option nun mit SPÖ oder FPÖ Koalitionsverhandlungen aufgenommen werden sollen. In dem 37 Mitglieder umfassenden Gremium haben bisher nur zwei Vertreter klargemacht, dass sie einer Koalition mit der FPÖ keinesfalls zustimmen würden - die Landeshauptleute von Nieder- und Oberösterreich, Erwin Pröll und Josef Pühringer.
Alle anderen werden vermutlich die Linie von Parteichef Wolfgang Schüssel unterstützen, wobei allerdings vorerst noch nicht klar ist, in welche Richtung der Bundeskanzler tendiert.
Der Bundesparteivorstand hat laut Statut 30 Mitglieder. Dazu kommen sieben kooptierte Mitglieder, die aber grundsätzlich nicht stimmberechtigt sind.
Die Mitglieder im Einzelnen:
Parteiobmann Wolfgang Schüssel
Stellvertreter Elisabeth Gehrer, Wilhelm Molterer, Elisabeth Zanon-zur Nedden
Ehrenobmann Alois Mock
Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat
Finanzreferent Peter Kamp
Länderchefs Franz Steindl (Burgenland), Waltraud Klasnic (Steiermark), Erwin Pröll (Niederösterreich), Josef Pühringer (Oberösterreich), Herbert Sausgruber (Vorarlberg), Franz Schausberger (Salzburg), Herwig van Staa (Tirol), Georg Wurmitzer (Kärnten)
Bündechefs Silvia Fuhrmann (JVP), Werner Fasslabend (ÖAAB), Stefan Knafl (Senioren), Christoph Leitl (Wirtschaft), Fritz Grillitsch (Bauern)
Regierungsmitglieder Martin Bartenstein, Benita-Maria Ferrero-Waldner, Ernst Strasser, Alfred Finz, Franz Morak
Parlamentsvertreter Andreas Khol (Nationalrat), Ludwig Bieringer (Bundesrat), Ursula Stenzel (EU-Parlament)
Vertreter von Gemeinde- und Städtebund Helmut Mödlhammer (Gemeindebund), Siegfried Nagl (Bürgermeisterkandidat Graz)
Kooptierte Mitglieder Franz Fischler (EU-Kommissar), Fritz Neugebauer (GÖD- und FCG-Chef) , Jürgen Weiss (Bundesratsvizepräsident), Franz Wegart (ehem. steirischer Landtagspräsident), Josef Fink (Vbg. AK-Präsident), Werner Amon (ehem. JVP-Chef), Reinhold Lopatka (ehemaliger Wahlkampfleiter)
Laut Statut sichert der Bundesparteivorstand "die Gesamtkoordination der Partei, die langfristige Themenführerschaft und die Erarbeitung und Umsetzung politischer Strategien".
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