Mittwoch, 19. Februar 2003

Scheibner in NEWS: "FP-Parteitag über Koalition nötig "

  • Schwarz-blaue Skepsis in FP-Ländern: "Sonst gibt es keine Mehrheit"

In einem Interview für die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS erklärt FP-Verteidigungsminister Herbert Scheibner: "Die FPÖ-Basis muss eingebunden sein. Eine Bundesparteileitung oder ein Parteitag müssten über ein Koalitionsabkommen abstimmen, damit gewährleistet wird, dass auch alle wirklich dahinter stehen und nicht auf halbem Weg kehrtmachen."

Auch der stellvertretende Wiener FP-Chef Heinz-Christian Strache fordert im NEWS-Gespräch: "Natürlich wäre es notwendig nach den Ungereimtheiten der letzten Regierung eine so breite Basis wie möglich einzubinden. Am optimalsten wäre ein außerordentlicher Bundesparteitag, bei dem man ein Koalitionsabkommen diskutieren müsste und dann darüber abstimmen sollte."

Bei einem Bundeparteitag droht den blauen Anhängern einer FP-Regierungsbeteiligung allerdings Widerstand der FP-Basis. Kärntens FP-Chef Martin Strutz erklärt via NEWS: "Wir werden sicher kein ÖVP-Programm beschließen. Wir brauchen ein vorzeigbares Ergenis für die FPÖ. Das heißt eine ORF-Reform und natürlich eine Steuerreform. Sonst gibt es für ein Koalitionsabkommen sicher keine Mehrheit in einem Bundesparteivorstand oder einer Bundeleitung."

FP-Vizechefin Magda Bleckmann bringt indes im NEWS-Interview eine neue Variante ins Spiel: "Wenn die ÖVP weiter so tut, als hätte sie 84 Prozent, dann muss man eben über eine Regierung ohne VP-Beteiligung nachdenken. Und wenn Schwarz-Grün Charme gehabt hätte, dann wäre Rot-Blau-Grün erst recht phantasievoll."

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19.2.2003 12:20