Sonntag, 23. Februar 2003

Mehrfamilienhaus in der Stadt Salzburg in Flammen

  • Zwölf Bewohner wurden evakuiert - Eine Verletzte

Großalarm wegen eines Brandes in einem Mehrfamilienhaus gab es Sonntag früh im Salzburger Stadtteil Maxglan. In einer Dachgeschosswohnung war ein Feuer ausgebrochen, das auch den Dachstuhl in Brand gesetzt hatte. Inzwischen geht die Polizei von Brandstiftung aus. Zwölf Bewohner mussten evakuiert werden, eine Frau litt nach Angaben des Roten Kreuzes eine Rauchgasvergiftung und wurde mit der Rettung in das Landeskrankenhaus Salzburg gebracht. Nach der schwierigen Brandbekämpft durch 120 Feuerwehrleute hieß es um 12.00 Uhr "Brand aus".

Um 7.11 Uhr alarmierte eine Bewohnerin über den Notruf die Feuerwehr. Mehr als 50 Mann kämpften gegen die Flammen an und lokalisierten den Brand. "Probleme bereiten die alten Tramdecken, in denen sich das Feuer weiter verbreiten kann", erklärte ein Sprecher der Berufsfeuerwehr. Brandstiftung kann noch nicht ausgeschlossen werden. Die Guggenmoosstraße musste für den gesamten Verkehr gesperrt werden.

Um Punkt 12.00 Uhr hieß es "Brand aus" für die 120 Angehörigen der Berufs- und Freiwilligenfeuerwehr, die seit den Morgenstunden gegen die Flammen in dem Salzburger Mehrfamilienhaus angekämpft hatten. Nach Angaben der Polizei hatten Passanten den Brand am Dachstuhl entdeckt, die Feuerwehr alarmiert und die Hausbesitzerin verständigt. Diese holte sofort alle 14 Bewohner aus den Wohnungen, sie musste ihre Mieter zum Teil aus dem Schlaf reißen.

Brandstiftung nicht ausgeschlossen
Der Großbrand in dem Salzburger Mehrfamilienhaus von heute, Sonntag, dürfte nach Angaben des Einsatzleiters Manfred Höllbacher vom Abstellraum einer leer stehenden Dachgeschoß-Wohnung ausgegangen sein. Laut Polizei wollte der Mieter ausziehen. Dieser habe sich gestern, Samstag, zum letzten Mal in der Wohnung aufgehalten. Eine technische Ursache sei ausgeschlossen. Es könnte sich auch um fahrlässige Brandstiftung gehandelt haben, erklärte Kripo-Chef Rudolf Feichtinger.

80-jährige Pensionistin in Sicherheit gebracht
Feuerwehrmänner brachten eine 80-jährige Pensionistin in Sicherheit, die sich im Gang des zweiten Stockes befand. Sie hatte eine Rauchgasvergiftung erlitten. "Die Löscharbeiten gestalteten sich wegen der alten Bausubstanz schwierig, immer wieder bildeten sich neue Glutnester in den alten Holzdecken", berichtete ein Sprecher der Einsatzzentrale der Berufsfeuerwehr. Der Dachstuhl sei völlig zerstört worden und eingebrochen, die Wohnungen seien beschädigt. "Sie sind vorerst nicht benützbar. Die Bewohner wurden bei Verwandten und Bekannten untergebracht."

Das Feuer dürfte im Bereich der oberen Wohnungen ausgebrochen sein, die Brandursache stand vorerst noch nicht fest. Die Guggenmoosstraße blieb bis 11.00 Uhr vor den Verkehr gesperrt.

23.2.2003 10:02