Donnerstag, 20. Februar 2003

Pensionierter Postler wollte Postamt anzünden

  • Benzin in Teeküche verschüttet
  • Anschlag scheiterte wegen defekten Feuerzeugs

In letzter Minute konnte in Salzburg eine mittlere Katastrophe verhindert werden: Ein pensionierter Postler versuchte in einem Postamt mitten in der Stadt einen Brandanschlag. Der 58-Jährige verschüttete im 1. Stock gut zwei Liter Benzin, glücklicherweise funktionierte sein Feuerzeug aber nicht. Der offenbar verwirrte Mann konnte schließlich überwältigt und der Polizei übergeben werden.

Der schon seit 1985 pensionierte Mann verschüttete in der Teeküche im 1. Stock Benzin und wollte dieses dann anzünden. Der Anschlag scheiterte nur an einem defekten Feuerzeug, teilte die Polizei mit.

Der 58-Jährige hatte das Postamt um etwa 10.00 Uhr betreten. Das Benzin hatte er in einer Plastiktasche mitgebracht. "Es dürften rund zwei Liter gewesen sein", so Rudolf Feichtinger, der Leiter der Kripo Salzburg, zur APA. Nachdem sein Versuch, den Treibstoff anzuzünden, fehlgeschlagen hatte, konnten zwei Postmitarbeiter den Mann überwältigen und dann der Polizei übergeben.

Die Feuerwehr lüftete das Gebäude, das sich direkt neben Mozarts Wohnhaus befindet, um die Explosionsgefahr zu bannen. Dann wurde das ausgeflossene Benzin gebunden. Das Feuer hätte sich explosionsartig ausgebreitet, wenn das Feuerzeug funktioniert hätte, so Feichtinger.

Über das Motiv des Mannes herrschte zu Mittag noch Unklarheit. Der Frühpensionist habe einen sichtlich verwirrten Eindruck gemacht. Ob der versuchte Anschlag etwas mit der Post selbst zu tun habe, könne noch nicht gesagt werden. Der Mann dürfte jedenfalls nicht in diesem Postamt beschäftigt gewesen sein.

20.2.2003 13:06