Montag, 17. Februar 2003

Rumänien: Österreicher wegen Schlepperei angeklagt

  • Soll Frauen zur Prostitution gezwungen haben

In der westrumänischen Stadt Timisoara (Temeschburg) ist gegen einen Österreicher Anklage wegen Menschenhandels erhoben worden. Der 45-jährige Johann U. war laut den Belgrader Medienberichten, die sich auf den Leiter der Polizeiabteilung für den Kampf gegen organisierte Kriminalität in Timisoara, Mircea Ciril, berufen, am Freitag in der Stadt Arad festgenommen worden. Er soll vier Frauen aus Rumänien und Ungarn am Plattensee zur Prostitution gezwungen zu haben.

Seine Opfer mussten an den Schlepper, der ihnen Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen in Österreich in Aussicht gestellt haben soll, je 100 Euro pro Kunden zahlen.

In einem weiteren Verfahren wegen Menschenhandels in Timisoara wird laut den Medienberichten einem Serben und vier Rumänen angelastet, 100 Rumäninnen und Moldawierinnen in den Kosovo, nach Montenegro und Italien verkauft zu haben. Die Frauen hatten sich nach Angaben der Polizei auf Hausgehilfinnen-Jobangebote in Westeuropa gemeldet, die in lokalen Medien veröffentlicht worden waren. Sie sollten von den Schleppern für 2.000 Euro pro Person weiter verkauft werden.

17.2.2003 18:07