VCÖ schlägt "City-Maut" für Wien vor: 3 Euro pro Tag & Auto!
- PLUS Abstimmen: Macht Anti-Stau-Maut überhaupt Sinn?
Londons Autofahrer zahlen eine Anti-Stau-Gebühr in der Höhe von fünf Pfund (7,53 Euro) pro Tag, wenn sie in die City fahren. Geht es nach dem Verkehrsclub Österreich (VCÖ) soll Autofahren in Wien auch bald "mautpflichtig" werden! Der VCÖ spricht sich nämlich für die Einführung einer zeitlich gestaffelten Stadtmaut für Wien aus. Und zwar drei Euro pro Tag & Auto! Wiens Bürgermeister Häupl winkt ab: "So lange ich da bin, gibt es das nicht."
Mit dieser "City-Maut" soll das Stauproblem in der Bundeshauptstadt in den Griff bekommen werden. Je nach Tageszeit soll es unterschiedliche Mauthöhen geben. Wer beispielsweise von Vösendorf nach Wien fährt, würde nach dem VCÖ-Modell zu Spitzenzeiten zwischen 7.00 und 9.00 Uhr etwa drei Euro zahlen - ab 20:00 Uhr wäre die Fahrt gratis.
Bei anhaltendem Verkehrswachstum müssten auch die Ballungszentrum in Österreich "bald über die Einführung einer City-Maut nachdenken müssen", begründete Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut den Vorschlag. Besonders Wien leide unter dem wachsenden Autoverkehr. Untersuchungen des VCÖ hätten gezeigt, dass die jährlichen Stehzeiten in Wien im Durchschnitt 240 Stunden pro Person betragen würden. Die jährlichen Staukosten beliefen sich auf 1,84 Milliarden Euro pro Jahr. Wer beispielsweise ins Wiener Umland ziehe und nur noch mit dem Auto in die Arbeit nach Wien fahre, verursache Kosten von 1.400 Euro pro Jahr.
Der Mautring soll nach den Vorstellungen des VCÖ in Wien rund um den Gürtel gezogen werden sowie zur Verringerung der Zahl der Autopendler an den Stadteinfahrten. Die Maut-Einnahmen sollen zum einen Teil für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs verwendet werden. Der andere Teil soll in Form einer Anti-Stau-Prämie an die Bevölkerung zurück gehen. Pro Person wäre das laut VCÖ rund 300 bis 400 Euro pro Jahr. (apa)
