AUA kann Ergebnisziele 2003 nicht erreichen
- "Ausgeprägter Nachfragerückgang" seit Jahresbeginn
- Ergebnis 2002 von Warnung nicht betroffen
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Der drohende Irak-Krieg macht der Flugbranche Sorgen. Das spürt auch die österreichische Luftfahrt-Gruppe AUA. Rückläufige Buchungen seit Jahresbeginn haben das börsenotierte Unternehmen am Mittwoch veranlasst, eine Gewinnwarnung für das laufende Jahr auszugeben: Die für 2003 bisher gesetzten Ziele eines Betriebserfolgs von 120 Mio. Euro und eines Nettogewinns von 45 Mio. Euro seien nicht erreichbar.
"Wir spüren bereits jetzt einen 'Irak-Effekt'", sagte Finanzvorstand Thomas Kleibl. Im Jänner seien die Buchungen spürbar zurückgegangen, deutlich unter Plan seien auch die Vorausbuchungen für Februar und März. Noch im Dezember hatte die AUA angekündigt, für das Gesamtjahr 2003 mit einer um gut 6 Prozent höheren Beförderungsleistung von 9,5 Mio. Passagieren zu rechnen.
Kleibl: "In jedem Fall würde es durch den Ausbruch eines Konflikts zu zusätzlichen Ertragsausfällen kommen, die trotz aller Gegensteuerungsmaßnahmen unweigerlich unsere Ergebniskurve verflachen würden."
Krisenpläne für Kriegsfall
Für einen möglichen Krieg am Golf hat der rotweißrote Carrier bereits Krisenpläne in der Schublade. Die Gruppe sei "mit umfangreichen Maßnahmen pro-aktiv vorbereitet", wie es hieß. "In Abhängigkeit von der jeweiligen Situation und Nachfrage würden wir unsere Verbindungen in die Golfregion im Ausmaß von 10 bis 15 Prozent und die Langstrecken-Verbindungen um bis zu 20 Prozent frequenzmäßig ausdünnen", so Marketingvorstand Josef Burger. Im ersten Quartal würde die Gesamtproduktion um 5 Prozent zurück gefahren werden.
Als flankierende Maßnahmen sind im Krisenpaket der AUA außerdem ein konzernweiter Personalaufnahme- und Investitionsstopp enthalten. Für das gesamte Jahr würden Kosteneinschnitte von 5 Prozent auf Basis des Budgets 2003 erfolgen.
Weitere Maßnahmen betreffen die Absicherung gegen deutlich höhere Treibstoffpreise mittels "Hedging", eine bessere Vermarktung von zurzeit ungenutzten Restkapazitäten auf bestehenden Flügen sowie die Verschiebung des neuen Markenauftritts der Gruppe (AUA, Lauda Air, Tyrolean Airways und Rheintalflug) in das zweite Halbjahr 2003.
"Sollte es im Nahen Osten zu einem Konflikt kommen," so AUA-Chef Vagn Soerensen, "dann wird die AUA Group ihre Krisenpläne in Abhängigkeit von der jeweiligen Situation ähnlich rasch und konsequent umsetzen wie nach dem 11. September 2001." Ein sicherer Flugbetrieb soll laut nach Aussage von Technik-Vorstand Walter Bock durch eine "permanente Lagebeurteilung" gewährleistet werden.
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