exponet: Mobiles Business noch in der "Pionierzeit"
- Großes Potenzial für mobiles Marketing, E-Ticketing, Infos
Mobile Anwendungen und Dienste eröffnen den Unternehmen "enorme Chancen". Zwar gebe es immer mehr konkrete Einsatzmöglichkeiten, dennoch habe man die "Pionierzeit" noch nicht hinter sich gelassen. Dies war der Tenor einer Podiumsdiskussion, die am Donnerstag auf der Wiener IT-Fachmesse "exponet" stattfand.
"M-Business ist die logische Fortsetzung von E-Business. Dadurch wird eine viel feinere Abstimmung mit Partnern und Kunden möglich", erklärte Wolfgang Rohringer von T-Systems Austria. Der "Pionier" UPS investiere gerade 100 Mio. Dollar (93 Mio. Euro) in ein Projekt, um alle Verteilzentren in Deutschland mit den Übertragungstechnologien Wireless LAN (W-LAN) und Blue Tooth auszurüsten. "Ohne Prozessoptimierung bringt Technologie nichts, schon gar nicht im mobilen Bereich", so Rohringer. Ein wesentlicher Punkt dabei sei die Integration dieser Lösungen in vorhandene Systeme.
Sicherheit besonders wichtig
"Mobile Anwendungen müssen allerdings sehr gut verwaltet werden. Hier ist Sicherheit, Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit besonders wichtig", ergänzte Pierre Aeschlimann vom Softwareunternehmen Computer Associates. Beim Fußballklub AC Milan habe man dementsprechende Dienste bereits im Einsatz. Medizinische Daten und der Fitnessstatus der Spieler würden - egal wo sie sich aufhielten - per Pocket PC oder Laptop aktualisiert, sodass beispielsweise der Trainer jederzeit darauf zugreifen könnte.
Mobile-Marketing
Großes Potenzial für mobiles Marketing sieht Franz Jachim vom Telekomsoftware-Entwickler ucp, bekannt durch die Webportale sms.at und uboot.com. Besonders Gewinnspiele und Coupons per SMS seien stark im Kommen. Die bidirektionale Kommunikation, also das Empfangen und Senden, stelle eine für die Markt- und Meinungsforschung interessante Anwendungsmöglichkeit dar.
Vorteile bei E-Ticketing
Einen Massenmarkt ortet Jachim vor allem in den Bereichen Mobile Entertainment, E-Ticketing und Wetter- und Verkehrsinformationen. Der Kostenvorteil sei besonders bei Tickets, die in Form eines Pixelmusters auf das Handy geschickt werden, signifikant. Hochpreisige Eintrittskarten würden auf herkömmliche Art hingegen sehr teuer produziert, um die Fälschungssicherheit zu gewährleisten, hinzu käme der Postversand. Die größte Rolle beim M-Business spiele das Internet in Verbindung mit mobilen Endgeräten. "Das Web ist der Ort, wo das digitale Eigentum abgelegt und verwaltet wird", glaubt Jachim. Die Nachfrage von Klein- und Mittelunternehmen (KMU) nach mobilen Lösungen steige, es sei aber "noch viel Missionierungsarbeit notwendig".
"Die Hemmschwelle ist bei den kleinen Firmen am größten, vielleicht zu Recht", sieht Rohringer noch Nachholbedarf. In diesem Bereich sei der Return on Investment (ROI) am schwierigsten nachzuweisen. Man müsse "mehr über die Hemmschwelle, als über das, was möglich wäre, nachdenken". Heutzutage regiere de Rechenstift mehr denn je. "Jede Abteilung muss nachweisen, dass sich das Investment lohnt. Gefragt ist eine Kombination aus Vision und Zahlen", so Rohringer.
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