NEWS exklusiv: Künstler gegen den Irak-Krieg
Weltweiter Protest: Von Hollywood bis Europa - Die Künstler wenden sich gegen Bush. NEWS exklusiv: Peter Handke, Donna Leon, Elfriede Jelinek, Henning Mankell, Peter Turrini zum Krieg.
Schon schien es, als wäre die Friedensbewegung ein nostalgisches Relikt aus der Zeit, da es noch den Kalten Krieg, die Linke und ihr gottgesandtes Feindbild Ronald Reagan gab. Jetzt ist plötzlich wieder alles wie damals. Nur, dass Reagan jetzt George Bush junior heißt und den Einmarsch im Irak vorbereitet. Das hat die Künstler und Intellektuellen aufgeweckt.
Auch in Österreich: 1.000 Menschen haben schon einen von Freda Meissner-Blau initiierten Aufruf unterschrieben, unter ihnen der Autor Josef Haslinger. Für 15. Februar ist in Wien nach unendlich langer Zeit wieder eine Friedensdemonstration angesagt (14.00 h, Treffpunkt Westbahnhof).
Hollywood in Aufruhr
In Washington demonstrierten Zehntausende vor dem Capitol, im New Yorker Central Park formten 30 nackte Frauen den Schriftzug „No War“. Da begriff auch Hollywood, dass sich die Zeiten gewendet haben. Madonna protestiert mit einem Schockvideo zu ihrer neuesten CD „American Life“, bei dem verwundete Frauen und Männer zu sehen sind, die blutüberströmte Babys halten. Leonardo DiCaprio: „Die USA sollten ein Vorbild für die Welt sein. Aber leider geht es hier vor allem um Öl und Profit.“ Sean Penn an Bush: „Viele Ihrer Handlungen scheinen den grundlegenden Prinzipien des Landes, das Sie regieren, zu widersprechen.“ George Clooney: „Ich sehe niemanden in der Regierung, der wirklich mit Logik operiert. Die hüpfen einfach mitten rein in die Scheiße.“ Goldie Hawn: „Wenn wir im Irak einmarschieren, weshalb sollen dann nicht die Chinesen in Tibet einmarschieren und alles übernehmen?“ Barsches kam auch von Susan Sarandon, Kim Basinger, Matt Damon, Harry Belafonte, Alec Baldwin, Barbra Streisand, Martin Sheen, Art Garfunkel, Bono Vox und Moby. Der greise Norman Mailer bezichtigte Bush offen, Blut für Öl vergießen zu wollen.
Protest der Dichter
Die Nobelpreisträger Günter Grass und José Saramago meldeten sich zu Wort, Martin Walser sagte: „Wenn Europa es nicht schafft, den Machtausübungsanspruch Amerikas zu bremsen, ist Europa eine Illusion.“
D. Kaindl, H. Sichrovsky, R. Kromp
Lesen Sie, was Peter Handke, Elfriede Jelinek, Donna Leon, Paulo Coelho, Lily Brett, Leon de Winter, Peter Turrini, Henning Mankell, Javier Marías zum Bush-Krieg sagen im neuen NEWS.
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