Wienstrom erhöht ab 15. Mai die Privatkundentarife
- Aufschlag für Ökostrom
- Grundgebühr steigt um 4 Euro pro Jahr
Wienstrom erhöht ab 15. Mai seine Privatkundentarife. Dabei wird die Kilowattstunde durch die Verrechnung eines Ökostrom-Aufschlags um 0,2028 Cent teurer. Zusätzlich steigt die Grundgebühr um 4 Euro pro Jahr. Wienstrom-Sprecher Christian Neubauer betonte am Mittwoch auf APA-Anfrage, dass Durchschnittskunden trotz der Erhöhung weiter weniger zahlen würden, als zu Jahresende 2002. Bei den Gewerbetarifen gibt es vorerst keine Erhöhung.
Zu Jahresbeginn 2003 ist der Wiener Zuschlag für Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) durch eine österreichweite Ökostromregelung ersetzt worden. Die Mehrkosten für Wienstrom-Kunden sanken dadurch von 0,79 auf 0,38 Cent je kWh. Der Haken daran laut Neubauer: Wienstrom müsse die Ökoenergie um 4,5 Cent pro kWh einkaufen. Dies sei deutlich mehr als der Marktpreis und müsse - ebenso wie von anderen Stromversorgern - wegen der knapp kalkulierten Haushaltstarife nun an die Privatkunden weitergeben werden.
"Die sauberere Lösung wäre es gewesen, wenn man den Zuschlag so eingeführt hätte, dass wir Ökoenergie zu Marktpreisen einkaufen hätten können", so Neubauer. Die höhere Grundgebühr begründet Wienstrom mit den hohen Fixkosten für EDV und Rechnungslegung.
Trotzdem:"Für Otto Normalverbraucher bleibt unter dem Strich etwas übrig", betont Neubauer. Ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Verbrauch von 2.500 kWh pro Jahr hätte sich durch die Verbilligung zu Jahresbeginn rund 12,50 Euro erspart. Durch die nunmehrige Erhöhung würden inklusive Mehrwertsteuer 4,54 Euro übrig bleiben. Nur Kleinverbraucher mit weniger als 1.250 kWh pro Jahr würden schlechter aussteigen.
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