Montag, 10. Februar 2003

Schumi entscheidet heuer über Karrierefortsetzung

  • Weltmeister rechnet nicht mit Überlegenheit wie im Vorjahr
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Michael Schumacher will "sehr wahrscheinlich" in diesem Jahr entscheiden, ob er seine Formel-1-Karriere über 2004 hinaus fortsetzen wird. "Und ich bin in der glücklichen Lage, dass die Entscheidung darüber hauptsächlich von mir abhängt", sagte der fünffache Weltmeister in einem Interview mit dem am Mittwoch erscheinenden "Formel-1-special 2003" des "kicker". Denn wenn er Lust aufs Weitermachen verspüre, könne er bei Ferrari bleiben.

Die Lust am Rennfahren ist die Triebfeder für den Deutschen, der einschließlich seiner Kart-Zeit seit 30 Jahren Motorsport betreibt. Er strebe ständig nach Verbesserung. "Schon das Auto verändert sich, also muss auch ich mich verändern", sagte der 34-Jährige. Er müsse das Limit des Rennwagens neu kennen lernen und dabei sehen, wie er sich selbst wieder verbessere. "Der Tag, an dem ich das nicht mehr tue oder tun will, ist wohl auch der Tag, an dem ich besser aufhören sollte", erklärte Schumacher dem Sportmagazin.

In der am 9. März in Melbourne beginnenden Saison - der neue Ferrari F2003 GA wird erst zum Europa-Auftakt Anfang April in Imola eingesetzt - rechnet der Titelfavorit nicht mit einer derartigen Ferrari-Überlegenheit wie im Vorjahr, als er elf und sein brasilianischer Teamkollege Rubens Barrichello vier Grand-Prix-Siege gefeiert hatten. Das Duo holte 221 Punkte und damit so viele wie alle anderen Konkurrenten zusammen. "Ich wäre überrascht, wenn wir das Gleiche noch mal schaffen könnten oder sogar mehr", meinte Schumacher. Ferrari wolle aber seine Dominanz, zumindest aber die momentane Spitzenposition behalten.

Einen Wunsch-Herausforderer hat der 64-fache GP-Sieger nicht. Barrichello wäre ihm "bis zu einem gewissen Grad" lieber, weil "die Ernte dann in jedem Fall im eigenen Team bliebe. Ähnlich könnte man aber auch bei Ralf argumentieren - dann bliebe es in der Familie", sagte er über seinen Bruder. Zu den neuen, teilweise einschneidenden Reglementsveränderungen hat M. Schumacher ein pragmatisches Verhältnis. "Wenn die Regeln so sind, sind sie für alle so, und dann fahren wir auch danach", sagte er.

10.2.2003 14:57
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