Freitag, 14. Februar 2003

Val di Fiemme ist bereit für Nordische Ski-WM

  • 12,5 Millionen Euro wurden investiert
  • Loipen und Schanzen mit Kunstschnee präpariert

Loipen und Schanzen sind mit mehr als einem halben Meter Kunstschnee perfekt präpariert, die Wetterprognosen sind günstig - im Val di Fiemme ist man bereit für die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften. Von Dienstag bis 1. März ist das Trentiner Hochtal mit den WM-Orten Predazzo (Sprungschanzen) und Lago di Tesero (Langlaufloipen) zum zweiten Mal nach 1991 Schauplatz der Titelkämpfe. 12,5 Millionen Euro wurden investiert, um die Anlagen auf den neuesten Stand zu bringen.

Dem Langlauf gilt das größte Interesse der italienischen Fans, Springen und Nordische Kombination fristen mangels Lokalmatadoren ein Schattendasein. Die Veranstalter erwarten dennoch bis zu 250.000 Zuschauer (2001 in Lahti waren es mehr als 300.000) und setzen dabei auch auf Fans aus Skandinavien sowie aus dem nahen Österreich und Deutschland. "Wir haben viel Werbung gemacht und hoffen, dass kein Krieg ausbricht", sagte OK-Generalsekretär Angelo Corradini. Vor zwölf Jahren hatte der Golfkrieg die WM stark beeinträchtigt.

Anlagen auf Vordermann gebracht
An den Kosten für die Infrastruktur beteiligt sich die Provinz Trento (Trient) mit 82 Prozent, den Rest tragen die Gemeinden. So wurden u.a. die Schanzen renoviert (3 Mio. Euro), das Langlauf-Stadion modernisiert (3,5 Mio.) und in Cavalese ein OK-Büro errichtet. Das Budget der WM beträgt acht Millionen Euro, größter Posten bei den Einnahmen ist die Garantiesumme für die Vermarktung, die von der FIS an die Agentur IMG vergeben wurde. Die Zuschauereinnahmen wurden bewusst niedrig angesetzt, die Kartenpreise sind moderat. Einen Gewinn aus der WM erwartet Corradini nicht. "Wir sind zufrieden, wenn wir pari aussteigen."

Tourismus reibt sich die Hände
Das Fleimstal will sich in den zwei WM-Wochen nicht mit sportlichen Highlights, sondern auch mit Kultur und gutem Essen als perfekter Gastgeber präsentieren. Die Förderung des Tourismus ist der wichtigste Grund für die Bewerbung, nach den Titelkämpfen 1992 ist die Zahl der Übernachtungen um 27 Prozent gestiegen. Corradini: "Die WM soll nun dem Tal vor allem mehr Prestige bringen. Denn mit 2,5 Millionen Übernachtungen sind die 125 Hotels ohnehin das ganze Jahr gut ausgelastet."

14.2.2003 10:14