ÖSV-Slalom-Quintett nicht vom Glück verfolgt
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Einen Tag nach dem Super-Auftritt der jungen ÖSV-Slalom-Damen waren am Sonntag in St. Moritz die männlichen Kollegen weniger vom Glück verfolgt. Aus den Reihen des ÖSV-Quintetts kam mit Benjamin Raich und Manfred Pranger lediglich ein Duo ins Ziel, und dieses belegte noch dazu die undankbaren Plätze vier und fünf. Für Raich war es eine WM zum Vergessen, für Pranger die Prolongierung seiner Platzierungen knapp hinter dem Stockerl.
Besonders "Der Blitz aus Pitz" war unter der St. Moritzer Sonne alles andere als vom Glück verfolgt. In der Kombination im zweiten Durchgang auf Medaillenkurs liegend mit "Materialschaden" (weggerissene Kante) ausgeschieden, im Riesentorlauf im zweiten Durchgang vom zweiten auf den neunten Rang zurückgefallen und nun im Slalom nach Platz zwei zur Halbzeit nur "Blech". "Es wollte diesmal eben einfach nicht sein. Das Glück war nicht auf meiner Seite", bilanzierte Raich, der bei der Einfahrt in den Steilhang die Medaillenträume begrub.
Der 24-Jährige kann sich jedoch damit trösten, dass er mit zwei Olympia-Bronzenen von Nagano und einer WM-Silbernen von St. Anton bei Großereignissen bereits drei Trophäen geholt hat. "Schnell vergessen, ich habe ja noch einige Jahre. Hauptsache ich bin gesund", richtet Raich den Blick bereits wieder nach vorne.
Auch Pranger, so wie Raich 24 Jahre jung, hat noch viel Zeit. Doch ein wenig gewurmt hat den Tiroler Rang fünf schon. "In dieser Saison war ich nun zwei Mal Vierter und drei Mal Fünfter. Schön langsam reicht es", haderte Pranger mit seinem Schicksal. Als Begründung für seinen Rückfall im zweiten Lauf vom dritten auf den fünften Platz begründete der Gschnitzer mit der schlechten Sicht im oberen Abschnitt: "Ich hab einen Schwung verhaut und dann den Rhythmus nicht mehr gefunden."
Nach den harten Wochen mit den Klassikern von Wengen, Kitzbühel und Schladming sowie nun der WM in der Schweiz dürfen sich die Slalom-Asse nun über einige Tage Wettkampfpause freuen. Denn der Slalom-Weltcup geht erst Anfang Februar in Korea (Yongpyong/2. Februar) und Japan (Shiga Kogen/8. Februar) weiter.
