Mandls Bilanz: 'Erfolg überraschend schnell gekommen'
- ÖSV-Kücken mit fünf Medaillen besser als in St. Anton
- PLUS: Gratulieren Sie unseren Mädels zu den zwei Medaillen!
·Silber & Bronze
Schild & Hosp hinter WM-Star Kostelic
·Damen-Slalom
Ergebnis: Kostelic vor Schild & Hosp
·Super, Mädels!
Gratulieren Sie jetzt Marlies & Niki!
·Silber-Marlies
Schild nach Kombi- Frust jetzt happy
·Zwei Medaillen
Nur Hosp kann mit Kostelic mithalten
·Königin Janica
Kostelic auch in St. Moritz der Star
·DIE STIMMEN
Reaktionen zum Slalom der Damen
Österreichs Alpin-Damen haben bei den Weltmeisterschaften in St. Moritz mit fünf Medaillen das "Minimalziel" klar übertroffen. Kein Wunder, dass Damenchef Herbert Mandl nach seiner ersten WM als ÖSV-Damenchef mit einer Weltmeisterin (Dorfmeister), drei Vizeweltmeisterinnen (Meissnitzer, Hosp, Schild) und einer Bronzemedaille (Hosp) strahlte.
Mandl freute vor allem, dass die Mehrzahl der Medaillen von Debütantinnen gewonnen wurden. "Damit war nicht unbedingt zu rechnen, umso erfreulicher ist das jetzt. Da ist ein junges und dynamisches Team am Werk, der Erfolg ist aber überraschend schnell gekommen", sagte Mandl. Nach den zwei Slalom-Medaillen durch Schild und Hosp hat die junge Truppe in St. Moritz sogar erfolgreicher abgeschnitten als jene die vor zwei Jahren in St. Anton angetreten ist.
Pech: Drei Mal Blech
"Wir wollten ja in jeder Disziplin eine Medaille, nur im Riesentorlauf hat es nicht geklappt. Mit dem Slalom haben wir das wieder aufgewogen", so Mandl. Und es wäre ja auch noch viel mehr drin gewesen, gleich drei Mal (Obermoser, Schild, Dorfmeister) hat es für die ÖSV-Damen bekanntlich nur "Blech" gegeben. Mandl: "Vierte Plätze tun oft mehr weh als verpasste Goldmedaillen."
Fast alle Debüts gelungen
Dass sich mit Ausnahme von Rohregger alle Debütantinnen bei der WM sehr gut geschlagen haben, gibt Mandl "Zuversicht für künftige Großereignisse". Bei Schild habe sich sich die Mitnahme vor einem Jahr zu Olympia gelohnt und Elisabeth Görgl werde in zwei Jahren in Bormio davon profitieren, dass sie in St. Moritz erstmals WM-Luft geschnuppert habe.
Plansoll in Speed-Bewerben mehr als erfüllt
Mandls weitere Einzelkritik: In den Speed-Disziplinen gab es Abfahrts-Silber durch Meissnitzer dazu alle fünf in den Zwölf, im Super G Gold durch Dorfmeister und alle vier in den Zehn. Das Plansoll wurde mehr als erfüllt. "Weh tut nur, dass Renate Götschl ohne Medaille heim fahren musste", so Mandl. In der Kombination "lagen wir über den Erwartungen, auch wenn Blech für Schild mehr weh tut als die so knapp verpasste Goldmedaille von Hosp. Sponring ist zudem eine hervorragende Abfahrt gefahren."
RTL-Ergebnis enttäuschend
Im Riesentorlauf, so Mandl "haben wir drei sehr Gute am Start gehabt. Rohregger wollte ihre Aufstellung rechtfertigen und ist daher sehr schlecht gefahren. Meisi war etwas kopflos, Dorfmeister und Hosp dafür auf Silber-Kurs. Was sie gezeigt haben war okay, das Ergebnis ist aber enttäuschend." Und der Slalom sei fürwahr ein krönender Abschluss gewesen. "Eine Medaille habe ich erhofft, zwei sind sensationell."
Jetzt wieder Konzentration auf Weltcup
Damit ist die WM Geschichte, beginnt wieder der (Weltcup-) Alltag. In den zwei Wochen nach der WM stehen nur schnelle Bewerbe auf dem Programm. In den zwei Abfahrten in der Sierra Nevada, sowie den zwei Super G und einer Abfahrt in Innsbruck werden wohl die Speed-Kugeln vergeben. Mit Michaela Dorfmeister und Renate Götschl haben zwei Österreicherinnen die Abfahrts-Kugel im Visier. Schon Montag wird auf dem Patscherkogel Super G trainiert, Dienstag geht es nach Südspanien.
Slalom-Girls dürfen Pause machen
Die jungen Slalom-Mädchen bekommen vorerst eine Rennpause, Görgl, Hosp und Schild werden aber schon nächste Woche voraussichtlich bei der Europacup-Abfahrt in der Innerkrems starten, um die Heranführung an Tempodisziplinen voran zu treiben. Christine Sponring fehlt in der Sierra Nevada, fährt Europacup in Tarvis und Innerkrems und bereitet sich wie Hosp auf die Junioren-WM in Serre Chevalier vor. Deshalb fehlt die Tirolerin auch in Innsbruck.
Während Hosp sich vor allem im Slalom in den Top-Sieben zu etablieren versucht, ist Görgl noch etwas in der Zwickmühle. Das WM-Out warf sie in der Slalom-Weltrangliste zurück, sie will nun versuchen, sich in Aare für das Weltcup-Finale zu qualifizieren und noch den Sprung in die Top 15 und damit ins Nationalteam zu schaffen. Dafür würde sie sogar das gleichzeitig stattfindende Europacup-Finale sausen lassen.
