Slalom: Titelverteidiger Matt nur Außenseiter
- Nach Verletzungspause Form noch nicht wieder gefunden
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Im Slalom der Herren geht es am Sonntag (10 Uhr und 13 Uhr LIVE auf NEWS-Networld) in St. Moritz zum letzten Mal um WM-Medaillen. Der Titelverteidiger ist diesmal nur Außenseiter: Zwei Jahre nach seinem großen Triumph in St. Anton vor seiner Tiroler Haustür kämpft der 23-Jährige noch mit den Folgen seiner Schulterverletzung, die er im Jänner 2002 in Kitzbühel erlitten hatte.
Die Schmerzen in der rechten Schulter, auf die er im August beim Training in Neuseeland sowie im September beim Joggen noch zwei Mal gestürzt war, sind zwar abgeklungen, seine alte Form hat der Flirscher aber noch nicht wieder gefunden.
Unvergesslicher 10. Februar 2001
Wenn Matt vom Gold-Slalom spricht, dann beginnen seine Augen nach wie vor zu funkeln. "Das waren schon Wahnsinns-Bilder und Wahnsinns-Erlebnisse. Was Schöneres kann es wohl nicht geben", denkt Matt an den 10. Februar 2001, als ihn unglaubliche 50.000 Fans Richtung Ziellinie peitschten. Richtig einschätzen kann der Tiroler seine damalige Leistung mittlerweile weitaus besser, denn das tiefe Loch nach seiner Verletzung mit zwei Operationen hat Matt geprägt und reifen lassen.
"Am Beginn meiner Karriere ist alles so schnell gegangen. Da war für mich alles selbstverständlich und ich ärgerte mich sogar über zweite Plätze", erzählt Matt von der Zeit, als er zunächst 2000 sensationell in Kitzbühel (mit Startnummer 47) sowie Schladming triumphiert hatte und danach vom Slalom-Siegespodest fast nicht mehr wegzudenken war.
Matte Saison-Bilanz
Die Schulterverletzung kostete Matt aber dann vor allem die Olympia-Teilnahme 2002 und lernte ihn Geduld und andere Sachen. "Vorher haben mich Sachen wie eine Therapie einfach nicht interessiert. Ich musste mir aber dann viel wieder erarbeiten, vor allem Kraft und Kondition." Erst mit Beginn des WM-Jahres konnte Matt dann wieder in den Weltcup-Zirkus einsteigen, die durchschlagenden Erfolge blieben bisher aber noch aus: beim Comeback in Kranjska Gora am 5. Jänner belegte Matt Platz 14, in Kitzbühel reichte es dann für den 15. Rang. In Bormio, Wengen, Schladming sowie in der WM-Kombi schied der Tiroler jeweils aus.
Der Weltmeister ist optimistisch
Aber auch für den WM-Slalom von St. Moritz sollte man Matt nicht abschreiben. ÖSV-Technik-Coach Gert Ehn sieht den Noch-Weltmeister zwar "nur" als "Jolly Joker unter den fünf österreichischen Sieganwärtern", Matt selbst gibt sich aber ganz gute Chancen: "Dieses Rennen ist vollkommen offen, fast jeder kann gewinnen. Und ich weiß, dass ich schnell sein kann."
