Mittwoch, 12. Februar 2003

Pärson, Heeb, Nef & Co bereit für RTL-Gold

  • Schwedin führt Kreis "ausländischer" Medaillen-Favoritinnen an
  • Antreten von Kostelic weiter fraglich

"Wenn sie fährt wie in Marburg ist sie nicht zu schlagen!" Auch Pernilla Wiberg ist überzeugt, dass Anja Pärson bei der WM in St. Moritz ganz groß heraus kommen kann. Ihre 21-jährige "Thronfolgerin" hat beide Riesentorläufe vor der WM überlegen und dazu noch den letzten Slalom gewonnen, deshalb gilt sie nicht nur am Donnerstag im Riesentorlauf als WM-Top-Favoritin.

Kraftpaket Pärson hat seit ihrem Slalom-Gold von St. Anton auch technisch einen Riesen-Sprung gemacht. Trainiert von Vater Anders, der den Südtiroler Heinz-Peter Platter (jetzt Privattrainer von Karen Putzer) abgelöst hat, fuhr die wie Wiberg in Monaco lebende Slalom-Seriensiegerin aus der Stenmark-Heimat Tärnaby zuletzt der Konkurrenz auch im Riesentorlauf davon. Die Nerven werden bei der WM keine Rolle spielen, so "Lilldoppa": "Ich mag den Druck, der bei Weltmeisterschaften auf einem liegt, er macht mich noch stärker", so Pärson.

Pärson geht wie Park-City-Siegerin Birgit Heeb ausgeruht in den WM-Riesentorlauf, der nach dem Triple von Nicole Hosp, Tina Maze und Andrine Flemmen in Sölden trotz der Zweifach-Siege von Pärson (Cortina, Marburg) und Putzer (Val d'Isere, Semmering) auf gleich viele Saisonsiegerinnen wie Rennen (7) verweisen kann.

Doch nur wenige konnten ihre Überform halten. Heeb fährt seit Park City hinterher, Putzers letzter RTL-Sieg stammt aus dem alten Jahr, die vorangegangenen drei WM-Rennen hat die Südtirolerin völlig verpatzt, zudem herrscht im Lager der Azzurri dicke Luft.

Auch Titelverteidigerin Sonja Nef hat außer ihrem Sieg in Bormio nicht viel gezeigt. Mit rot-weiß-roter Hilfe hat sich die in Österreich wohnende Schweizerin aber wieder "heiß" gemacht. Lebensgefährte Hans Flatscher, Trainer Sepp Brunner und die beiden Sportpsychologen Thomas Wörz und Walter Tautermann haben mitgeholfen, dass Nef beim Training in der Innerkrems wieder in WM-Form gekommen ist.

Bleibt Olympiasiegerin Janica Kostelic, deren Antreten wegen der Knieprobleme aber bis zuletzt fraglich ist. Sie legt alle Konzentration in den abschließenden Slalom und wird wohl erneut operiert werden müssen. Ihr Meniskus sei völlig zerfetzt, so Trainer Vedran Pavlek.

12.2.2003 11:08