Montag, 10. Februar 2003

Möglicherweise kein Maier-Start mehr in diesem Winter

  • Nagel im rechten Bein muss operativ entfernt werden
  • PLUS: Gratulieren Sie unseren beiden Medaillengewinnern!

Für Hermann Maier sind die Weltmeisterschaften 2003 in St. Moritz seit Samstag Geschichte. Mit im Gepäck nimmt der Salzburger eine Silberne vom Super G und Platz acht in der Abfahrt nach Hause in die Flachau - angesichts der unglaublichen Comeback-Story rund um den "Herminator" eine sensationelle Bilanz. Der Riesentorlauf am Mittwoch ist für Maier kein Thema. Wie geht es für den Herminator jetzt weiter? Wahrscheinlich wird er in diesem Winter keine Rennen mehr bestreiten, sondern sich der notwendigen Operation im rechten Bein unterziehen.

Ein Start in Garmisch (22./23. Februar) scheint eher unwahrscheinlich zu sein, stattdessen dürfte die operative Entfernung des fast 40 Zentimeter langen Nagels im rechten Bein bevor stehen. Denn für Maier steht fest: "Ich bin erst zu 70 Prozent wiederhergestellt. Meine ganze Konzentration gilt der nächsten Saison," Für Sonntagabend war ein Gespräch u.a. mit Olympiastützpunkt-Leiter Heini Bergmüller geplant, das mehr Aufschlüsse bringen könnte.

Kein Frust nach der Abfahrt
Die Abfahrts-Bilanz von Maier fiel nach Platz acht ruhig und realistisch aus, von einem Frust ähnlich dem im Super G war nichts zu bemerken. "In der Abfahrt geht mir halt doch noch viel ab. Ich hab im rechten Fuß noch immer kein Gefühl, vor allem beim Gleiten macht mir das große Schwierigkeiten", berichtete Maier, der im Ziel ein wenig überrascht und kurz auch enttäuscht war. "Dass ich Bronze nur so knapp verpasst habe, damit hab' ich nicht gerechnet." Im Endeffekt fehlten nämlich lediglich 0,25 Sekunden auf den drittplatzierten Bruno Kernen.

Kitz-Sieg mehr wert als WM-Silber
Auch die allgemeine WM-Abrechnung schaute für Maier positiv aus, als Saison-Highlight bezeichnet der Flachauer sie aber nicht: "Ich bin sehr glücklich, dass ich hier überhaupt dabei sein durfte. Der Sieg in Kitzbühel überstrahlt aber alles." Mit dem neuen Abfahrts-Weltmeister Michael Walchhofer konnte sich Maier so richtig mitfreuen. "Es ist ihm wirklich zu vergönnen. Wir machen sehr viel gemeinsam und ich hab' schon vor der Saison gesagt, dass er heuer für den Abfahrts-Weltcup in Frage kommen könnte. Jetzt hat er zum richtigen Zeitpunkt zugeschlagen."

Stellt Eberharter die Ski in die Ecke?
Während Maier wohl mit Sicherheit in der kommenden Saison auf den Weltcup-Skipisten auftauchen wird, lässt Super-G-Weltmeister Stephan Eberharter seine Zukunftspläne gänzlich offen. Fest steht nur, dass St. Moritz das letzte Großereignis des 33-Jährigen ist. Eine weitere Saison ist ebenfalls noch nicht beschlossene Sache: "Ich lass' einmal den Sommer kommen. Dann sehen wir weiter."

10.2.2003 12:30