US-Flugzeug mit in Kolumbien abgestürzt
- Zwei Tote, zwei Vermißte, vermutlich von FARC entführt
- Insassen waren vermutlich Geheimdienstmitarbeiter
Die USA suchen nach dem Absturz eines Flugzeugs im Rebellengebiet im Süden von Kolumbien nach den Insassen, bei denen es sich möglicherweise um Mitarbeiter eines US-Geheimdienstes handelt.
Nach Angaben der US-Botschaft in Bogota versuchte die einmotorige Cessna am Donnerstag kurz vor Florencia, 235 Kilometer südwestlich von Bogota, eine Notlandung. An Bord waren vier Amerikaner und ein Kolumbianer. In der Region werden Coca-Pflanzen angebaut, Grundlage für die Droge Kokain.
USA lehnt Stellungnahme ab
Die US-Regierung lehnte eine Stellungnahme zum Auftrag und zur Identität der Flugzeuginsassen ab. Nach Angaben kolumbianischer Behörden befand sich das Flugzeug aber auf einem Geheimdiensteinsatz. Der Rundfunk berichtete, in den Trümmern seien zwei Leichen entdeckt. Abgefangene Funksprüche deuteten darauf hin, dass die Überlebenden von Rebellen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) entführt worden seien. Es wäre das erste Mal in dem seit 40 Jahren währenden kolumbianischen Bürgerkrieg, dass Rebellen US-Bürger im Regierungsauftrag in ihre Gewalt bekommen hätten. Bisher haben sie dutzende Missionare und Geschäftsleute aus den USA entführt.
Geheimdineste in Kolumbien
Mitarbeiter diverser amerikanischer Geheimdienste sind häufig im Süden Kolumbiens unterwegs, um Drogenproduzenten und -händler zu bekämpfen. Absturzursache war nach Angaben der US-Botschaft höchstwahrscheinlich ein technisches Versagen.
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