Bloomberg warnt vor übertriebener Terrorangst
- "Vorsichtsmaßnahmen teilweise selbst gefährlich"
- NY-Bürgermeister gegen Panikmache
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Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg hat mit Blick auf Warnungen vor Terroranschlägen vor Panikmache gewarnt. Es sei zwar "traurige Realität", dass eine Metropole wie New York immer ein herausragendes Ziel für Anschläge sei, räumte Bloomberg ein. Gleichzeitig könne sich die Stadt aber nicht erlauben, "sich von der Angst lähmen zu lassen".
Die New Yorker dürften nicht zulassen, "dass wir ohne einen einzigen Schuss zerstört werden", mahnte der Bürgermeister weiter. Er forderte die Bewohner der Stadt auf, ihren alltäglichen Geschäften nachzugehen und sich nicht zwanghaft in übertriebene Vorsichtsmaßnahmen zu stürzen.
Verhaltenstipps
Die US-Katastrophenschutzbehörde FEMA hatte am Montag einen Ratgeber mit Verhaltenstipps im Falles eines Terroranschlags veröffentlicht. Darin wird der Bevölkerung geraten, sich mit Trinkwasservorräten und Lebensmitteln einzudecken sowie Klebeband und Plastikfolie bereitzuhalten, um im Falle eines Angriffs mit chemischen oder biologischen Waffen einen Raum luftdicht abdecken zu können. Seither meldeten Geschäfte eine überwältigende Nachfrage nach Klebeband, Gasmaken und ABC-Schutzanzügen. Bloomberg warnte, derartige Vorsichtsmaßnahmen seien übertrieben und sogar gefährlich: "Man kann nicht einfach den Terroristen das Feld überlassen, sich in einen Raum flüchten und Türen und Fenster abdichten." Dann drohe der Erstickungstod.
Terror-Warnstufe
Die US-Regierung hatte in der vergangenen Woche die zweithöchste Terror-Warnstufe ausgerufen. Auch in Großbritannien gilt erhöhter Terror-Alarm. Dort bewachen gepanzerte Armee-Einheiten mit rund 450 hundert Soldaten und weitere 1.700 Polizisten seit Tagen den Londoner Flughafen Heathrow.
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