Freitag, 14. Februar 2003

SJ fordert auf Anti-Irak-Kriegs-Demo "Kein Blut für Öl"

  • "Schweigen der Bundesregierung schlichtweg skandalös"
  • Vorbote für die Großdemo am Samstag

Auch die Sozialistische Jugend Wien stellt sich vehement gegen den drohenden Irak-Krieg. "Krieg ist kein Mittel der politischen Konfliktlösung. Kriege produzieren nur Opfer und Leid unter der Zivilbevölkerung," so Ludwig Dvorak, Vorsitzender der SJ Wien. Aus diesem Grund, veranstaltete die SJ Wien eine Medienaktion unter dem Motto "Kein Blut für Öl".

Das Duo George W. Bush und Tony Blair schießt - verkörpert durch entsprechend maskierte Gestalten - in alter Cowboymanier der Öllobby den Weg frei. Musikalisch untermalt wurde die Aktion von Kriegslärm und - laut SJ-Aussendung - "kriegstreiberischen" Bush-Zitaten.

Kritik an Regierung
Das Schweigen der österreichischen Bundesregierung zum bevorstehenden Krieg findet Dvorak "schlichtweg skandalös: Wer schweigt stimmt zu. Wir fordern, dass Österreich sich weder direkt noch indirekt an diesem Krieg beteiligt und die Regierung sich klar gegen den Krieg ausspricht". Er sieht die Medienaktion vom Freitag als Auftakt zum bevorstehenden internationalen Aktionstag gegen den Krieg. Die Sozialistische Jugend wird sich an der Demonstration am Samstag, den 15, Februar 2003, in Wien neben vielen anderen Organisationen beteiligen. "Wir werden zeigen, dass es einen breiten Widerstand gegen die derzeitige militaristische Politik der Industriestaaten gibt, die sich jeder Kontrolle entzieht, und keine Zukunft für die Menschheit bietet. Der größte Feind der AmerikanerInnen, sitzt nicht im Irak, sondern in ihrer eigenen Regierung", schließt Dvorak.

14.2.2003 12:51