Baby-Boom: 2002 um 3,6 Prozent mehr Geburten
- Erstmals seit den frühen neunziger Jahren spürbarer Anstieg
Die Zahl der Geburten ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2001 um 3,6 Prozent gestiegen. Laut Statistik Austria kamen in Österreich nach vorläufigen Zahlen 77.319 Babys zur Welt, um 2.689 mehr als im Jahr zuvor. Damit wurde nach dem Minusrekord von 2001 - das Jahr brachte nach endgültigen Zahlen einen Geburtenrückgang von 3,6 Prozent - erstmals seit den frühen neunziger Jahren ein spürbares Ansteigen der Zahl registriert.
Die Tendenz war innerhalb des Jahres steigend und "gipfelte" in einem Zuwachs von 9,6 Prozent im Dezember, verglichen mit dem entsprechenden Monat des Jahres 2001. 2002 kamen in sieben Bundesländern mehr Babys zur Welt. Den stärksten Zuwachs verzeichneten nach den vorläufigen Zahlen Wien mit plus 6,2 Prozent, die Steiermark mit plus 5,5 Prozent, Salzburg mit plus 4,5 und Niederösterreich mit plus 3,9 Prozent. In Oberösterreich kamen um 3,3 Prozent, in Tirol 3,1 Prozent und in Vorarlberg 0,7 Prozent mehr Kinder zur Welt. Bedeutend weniger Geburten meldeten vorläufig die Standesämter aus Kärnten - minus 3,3 Prozent - und aus dem Burgenland
- minus 2,9 Prozent.
Mehr "uneheliche" Kinder
Die Zahl der unehelich geborenen Babys stieg um 6,0 Prozent auf 26.057 und die der ehelich geborenen Kinder um 2,4 Prozent auf 51.262. Die so genannte Unehelichenquote erhöhte sich damit von 32,9 auf 33,7 Prozent. Am höchsten war diese Rate traditionellerweise mit 47,6 Prozent in Kärnten und mit 42,9 Prozent in der Steiermark. In Oberösterreich, Salzburg und Tirol lag der Anteil unverheirateter Mütter bei 35 bis 36 Prozent, in den restlichen Bundesländern zwischen 24 und 29 Prozent.
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