Absolventen-Zahlen an Unis weiter leicht steigend
- Frauen konnten Überhang im Studienjahr 2001/02 ausbauen
Frauen sind bei den Universitäts-Abschlüssen nach wie vor auf der Überholspur. 2000/01 verbuchten die Statistiken des Bildungsministeriums österreichweit erstmals einen Überhang an weiblichen Absolventen, 2001/02 setzte sich dieser Trend fort. Das vergangenen Studienjahr, das erste mit Studiengebühren, brachte generell einen neuen Rekord an Studienabschlüssen.
Im Studienjahr 2001/02 standen 8.630 frischgebackene Akademikerinnen 8.183 männlichen Kollegen gegenüber das bedeutet eine Frauenquote von 51,3 Prozent. Im Jahr zuvor lag die Frauenquote noch bei 50,4 Prozent, Anfang der neunziger Jahre noch bei rund 40 Prozent.
Historischer Rekord
Auch wenn die Zuwächse bei den Gesamtabsolventenzahlen nicht mehr so dramatisch ausfielen wie 2000/01 - damals gab es ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Jahr davor - konnte der historische Rekord abermals in die Höhe geschraubt werden. 16.813 frisch gebackene Akademiker verließen 2001/02 die Unis, ein Jahr zuvor waren es 16.700.
Unterschiede nach Universitäten
Beim Blick auf die einzelnen Unis fallen erhebliche Unterschiede auf. So gab es 2001/02 an der Universität Klagenfurt eine drastische Zunahme an Absolventen. 621 Personen beendeten ihr Studium erfolgreich, ein Jahr zuvor waren es 358 gewesen. Ein Minus meldet dagegen die Technischen Universität Graz, 2001/02 wurden 790 Studenten graduiert, 2000/01 waren es noch 1.087 gewesen.
Gehrer mit Frauenquote zufrieden
Bildungsministerin Elisabeth Gehrer ist angesichts der jüngsten Statistiken nicht nur mit der gestiegenen Frauenquote zufrieden. "Es zeigt sich, dass die Erhöhung der Absolventenquote nach der Einführung der Studienbeiträge ein nachhaltiger Effekt ist", so die Ressortchefin. Die Beiträge würden "zu mehr Ernsthaftigkeit beim Studium" führen.
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