Dienstag, 11. Februar 2003

Meningitis-Fall in NÖ - 15-Jähriger außer Lebensgefahr

  • Schulen & Kindergärten in Gaming vorübergehend geschlossen
  • Lage stabil, Geschwister nicht angesteckt

Ein 15-jähriger Bursche aus Gaming (Bezirk Scheibbs) ist an Meningitis erkrankt. Wie der Radiosender HiT FM berichtete, schwebte der Schüler zuerst in Lebensgefahr. Schule und Kindergarten in der Ortschaft sind vorübergehend geschlossen worden. Auch beim Bruder des erkrankten Burschen bestand - zum Glück unbegründeter - Verdacht auf Gehirnhaut-Entzündung. Inzwischen ist der Erkrankte Bub außer Lebensgefahr.

Da Menigitis eine anzeige-pflichtige Krankheit ist, wurden die Behörden verständigt. Ebenfalls in Behandlung befand sich am Dienstag der Bruder des Opfers. Mittlerweile gibt es jedoch Entwarnung: Er ist nicht angesteckt.

In der Zwischenzeit wurden Schule und Kindergarten in Gaming vorübergehend geschlossen. Die HTL in Waidhofen an der Ybbs, die der 15-Jährige besuchte, bleibt hingegen geöffnet. Dort bestehe nach Angaben der Schuldirektion keine Ansteckungsgefahr, da die Krankheit in den Ferien ausgebrochen sein müsse.

Der 15-jährige Schüler aus Gaming (Bezirk Scheibbs) hatte am Sonntagabend über starke Kopfschmerzen geklagt, tags darauf wurde er mit dem Notarzthubschrauber ins Wiener AKH eingeliefert. Am Dienstagmittag wurde der Meningitis-Verdacht schließlich von einer behandelnden Ärztin bestätigt. Der Zustand des Jugendlichen wurde zu diesem Zeitpunkt als "kritisch" bezeichnet, berichtete der Radiosender HiT FM.

Meningitis
Als Meningitis, eine anzeigepflichtige Erkrankung, werden alle entzündlichen Vorgänge an der Haut des Gehirns und des Rückenmarks bezeichnet. Intensive Formen dieser Entzündung greifen fast immer das Herz sowie die Nerven des Gehirns und des Rückenmarks an. Die übertragbare Erkrankung äußert sich durch Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Berührungsüberempfindlichkeit, Fieber, Erbrechen und Benommenheit.

11.2.2003 12:33