Montag, 10. Februar 2003

Zwei Tourengeher von Lawine in Tirol verschüttet

  • Frau konnte unverletzt befreit werden, Mann starb
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Am Mittwoch am Vormittag überstanden mehrere Wintersportler gleich zwei Lawinenabgänge im Tiroler Zillertal (Bezirk Schwaz). Zwei weitere Tourengeher sind dann am Nachmittag von einer weiteren Lawine verschüttet worden. Eine Frau konnte unverletzt befreit werden. Ein Mann starb unter den Schneemassen.

Die beiden Verschütteten waren in einer achtköpfigen Tourengruppe zur Torspitze in der Wattener Lizum (Bezirk Innsbruck-Land) auf. Gegen 14.00 Uhr löste sich eine rund 100 Meter breite und 100 Meter lange Lawine. Die Frau sei nur oberflächlich verschüttet worden, ein Körperteil dürfte herausgeschaut haben, sagte Stock. Der Mann habe eigentlich nicht zu der Gruppe gehört, er hatte sich ihr angeschlossen.

Rund 50 Einsatzkräfte waren am Nachmittag mit der Suche nach dem Tourengeher beschäftigt. Ein Lawinenzug des Bundesheeres, fünf Suchhunde sowie zwei Hubschrauber des Bundesheeres, ein Hubschrauber des Bundesministeriums und einer des Öamtc standen im Einsatz.

Doch der Verschüttete konnte nur noch tot geborgen werden. Wiederbelebungsversuche der Rettungskräfte waren vergeblich. Der Mann war rund drei Stunden unter den Schneemassen begraben, ehe er befreit werden konnte. Er trug kein Lawinenpiepserl bei sich.

Zwei Lawinen im Zillertal
Eine dreiköpfige Tourengruppe war im Bereich des Hohen Rifflers unterwegs. Gegen 9.30 Uhr löste sich eine Lawine in rund 3.000 Meter Höhe und riss zwei Skifahrer mit, verletzt wurde dabei niemand. Der Hubschrauber des Innenministeriums war im Einsatz.

Der zweite Lawinenabgang ereignete sich rund eine Stunde später. Eine vierköpfige Gruppe von Skifahrern und Snowboardern hatte das Gletscherskigebiet im Bereich der Sommerbergalm verlassen. Die teilweise Verschütteten konnten rasch befreit werden. Einer von ihnen erlitt leichte Verletzungen.

10.2.2003 14:36