Familien-Drama: Frau ermordete Ex-Mann und Tochter!
- NÖ: Täterin schlich sich ins Haus, holte Waffe aus dem Tresor
- Dann erschoss sie die Opfer, die vor dem Fernseher schliefen!
Wie in einem Horrorfilm und doch Realität im niederösterreichischen Hernstein: Am Sonntag, dem 9. Februar, richtete eine Frau ihren Ex-Ehemann und die gemeinsame Tochter per Genickschuss hin! Wie Kriminalisten rekonstruierten, hatte sie sich ins Haus geschlichen, während Mann und Tochter vor dem Fernseher schliefen. Zielstrebig ging die Frau zum Tresor, in dem ihr Ex-Mann seine Waffe verwahrte und für den sie einen Zweitschlüssel hatte. In einem wirren Abschiedbrief bekennt sie: "Ich wollte doch immer nur eine perfekte Familie ..."
Nach dem Doppelmord richtete die 40-Jährige die Waffe gegen sich selbst und drückte ab. Neben den Leichen fanden die Beamten einen wirren Abschiedsbrief. Darin bat die Frau um Vergebung und beteuerte: "Ich wollte doch immer nur eine perfekte Familie ..."
In dem Abschiedsbrief erklärte die Frau, sie sehe offenbar keine Chance mehr für ein normales Leben der Tochter. Das Kind sei für sie eine Möglichkeit gewesen, die Beziehung zu ihrem Mann zu retten. Nachdem dies aber misslang, nahmen die psychischen Probleme der 40-Jährigen stark zu.
Täterin besaß Haus- und Tresorschlüssel
Nach Angaben der NÖ Kriminalabteilung war die Frau im Besitz der Haus- und der Tresorschlüssel - und hatte somit freien Zugriff auf die Tatwaffe.
Mann und Tochter jahrelang terrorisiert
In den vergangenen rund drei Jahren seit der Scheidung litt die 40-Jährige unter der Trennung und terrorisierte Ex-Mann und Tochter sowohl telefonisch als auch in deren Haus in Hernstein. Während des Aufenthaltes des Mädchens bei ihrer Mutter in Wiener Neustadt kam es immer wieder zu Vorfällen, bei denen die Frau in der eigenen Wohnung zu randalieren begann. Dies führte schließlich zu zwei stationären Aufenthalten in der Landesnervenklinik Maria Gugging.
Zuletzt hatte man der 40-Jährigen das Sorgerecht für ihre Tochter entzogen, das Mädchen lebte während der Woche bei der Großmutter, am Wochenende beim Vater. Unmittelbar vor der Familientragödie hatte sich die Täterin über den Heizraum unbemerkt Zutritt zum Haus verschafft. Anschließend legte sie die Handtasche ab und zog sich die Schuhe aus. Vater und Tochter waren zu diesem Zeitpunkt vor dem Fernseher eingeschlafen.
Entdeckt wurden die Leichen erst am Montagmorgen von Beamten des Gendarmeriepostens Berndorf. Diese waren von der Großmutter des Kindes verständigt worden, nachdem sie telefonisch niemand im Haus erreichen konnte. Das sechsjährige Mädchen wohnte nach der Scheidung der Eltern vor drei Jahren wochentags bei der Großmutter, am Wochenende beim Vater. Die Mutter lebte in dieser Zeit in Wiener Neustadt.
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