Mittwoch, 5. Februar 2003

850.000 Autos müssen in die VW-Werkstätten

  • Probleme mit der Zündspule kosten rund 85 Millionen Euro
  • Rückrufaktionen jüngst erst auch bei BMW & Citroen (Kasten)

Ein Rückruf von rund 850.000 (!) Autos der Marken Volkswagen, Audi, Seat und Skoda wegen Probleme mit der Zündspule könnten nach Angaben aus Unternehmenskreisen den Volkswagen-Konzern 85 Mio. Euro kosten.

Die Kette von Qualitätsproblemen bei VW reißt nicht ab. Nur zwei Wochen nach einer Rückrufaktion für mehr als eine Million Fahrzeuge wegen Frostproblemen von Motoren müssen erneut 850.000 Fahrzeuge in die Werkstatt. Betroffen sind Modelle von VW, Audi, Skoda und Seat mit 1,8-Liter-Turbomotoren sowie V-5-, V-6- und W-8-Motoren, teilte VW am Dienstag mit. Grund sind schadhafte Zündspulen, die den Ausfall eines Zylinders zur Folge haben können.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag aus den Kreisen am Unternehmenssitz in Wolfsburg erfuhr, wird die Reparatur etwa 100 Euro je Fahrzeug kosten. Weiter hieß es in den Kreisen, Volkswagen befinde sich in Gesprächen mit einem Zulieferer über eine Aufteilung der Kosten. Volkswagen hatte zuvor mitgeteilt, bei Fahrzeugen der genannten Konzernmarken könne der Ausfall einer Zündspule zu unrundem Motorlauf oder abnehmender Leistung führen.

Wenig Österreicher betroffen
Die große Rückrufaktion des VW-Konzerns, der international 850.000 Autos in die Werkstätten holen muss, betrifft vergleichsweise wenige österreichische Käufer. "Maximal 2.000" Autos, hauptsächlich Audi und VW der Jahrgänge 2001 und 2002, könnten in der Alpenrepublik davon betroffen sein.

5.2.2003 08:43