Ericsson reduzierte 2002 Verluste
- Für heuer Rückkehr in Gewinnzone geplant
- Auftragslage im 4. Quartal stärker als erwartet erholt
Der schwedische Telekomausrüster Ericsson hat seinen Verlust im vierten Quartal verringert. Zugleich sieht der weltgrößte Mobilfunk-Netzausrüster den Beginn einer Erholung seiner Geschäfte. Der Umsatz habe im Schlussquartal 36,7 Mrd. schwedische Kronen (rund vier Mrd. Euro) nach 58,5 Mrd. Kronen im Vorjahr betragen, teilte Ericsson mit. Im gesamten Jahr sank der Umsatz um 36 Prozent auf 128,4 Mrd. Kronen. Die Verluste reduzierten sich 2002 von 21,1 auf 14,5 Mrd. Kronen.
Im vierten Quartal 2002 habe sich vor Steuern bereinigt ein Verlust von 2,2 Mrd. Kronen nach 5,1 Mrd. Kronen ergeben. Analysten hatten im Schnitt bei einem Umsatz von 37,5 Mrd. Kronen mit einem Verlust von 1,5 Mrd. Kronen gerechnet. Ericsson-Aktien legten vorbörslich auf 7,05 Kronen zu, nachdem sie in einer ersten Reaktion nachgegeben hatten.
Ziel: Rückkehr in Gewinnzone
Ericsson bekräftigte sein Ziel, irgend wann in diesem Jahr in die Gewinnzone zurückzukehren. Die Ergebnisse des vierten Quartals hätten gezeigt, dass sich die Geschäfte allmählich stabilisierten, erklärte Ericsson-Chef Kurt Hellström. Ericsson bekräftigte zudem, dass die Nachfrage in der Netzausrüster-Sparte 2003 um bis zu zehn Prozent zurückgehen könnte. Auch Konkurrenten Nokia und der US-Konzern Motorola hatten zuletzt ähnliche Marktprognosen abgegeben.
4. Quartal besser als erwartet
Die Auftragslage erholte sich im vierten Quartal den Angaben nach mit 30,7 Mrd. Kronen stärker als von Analysten im Schnitt mit 27 Mrd. Kronen erwartet. Im Vorjahr hatten sie sich allerdings noch auf fast 40 Milliarden Kronen belaufen. Im dritten Quartal 2002, in dem Ericsson einen deutlichen Auftragseinbruch verzeichnet hatte, war ein Verlust von 3,9 Mrd. Kronen entstanden.
Kein Grund zu Optimismus
Analysten nahmen den Quartalsbericht eher verhalten auf. "Ich sehe derzeit keinen Grund, für die Branche für dieses Jahr optimistischer zu sein", sagte Karri Rinta von der Evli Bank. Ein anderer Analyst sagte, es habe keine Überraschung in dem Bericht gegeben, insgesamt waren die Zahlen aber etwas schlechter als von ihm erwartet. "Ericsson sagt, das Schlimmste sei vorbei, ich bin mir aber nicht sicher, ob man dem trauen kann." Mit Verweis auf die Marktprognose für Netzwerksysteme sagten Analysten, das sei wohl das, worauf man sich einstellen müsse.
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