Xerox setzt 2003 Fokus auf erweiterte Produktpalette
- Österreich-Tochter bekommt neuen General Manager
Die 1998 begonnene Umstrukturierung des US-Digitaldruckunternehmens Xerox ist abgeschlossen und trägt erste Früchte: Der Konzern schrieb im letzten Quartal 2002 schwarze Zahlen. 2003 will das Unternehmen seine Produktpalette erweitern und die Kundenbeziehungen verbessern, hieß es bei einem Pressegespräch in Wien. Xerox Austria hat indes seit dem Jahreswechsel einen neuen General Manager.
Xerox-General Manager für Nord-, Zentral- und Osteuropa, Douraid Zaghouani, sei seit Jänner 2003 auch speziell für Österreich als General Manager zuständig und folge damit auf Erich Kirisits, der bisher General Manager für Deutschland und Österreich war und seit Jahresbeginn nur mehr für den deutschen Markt verantwortlich sei, hieß es heute.
Positive Entwicklungen
Positive Umsatz- und Kapitalreservenentwicklungen verkündete Jean-Noel Machon, Präsident von Xerox Europe, sowohl für den internationalen als auch den österreichischen Markt. Mit Cash-Reserven von drei Mrd. Dollar (2,80 Mrd. Euro) und einem Merril Lynch-Kredit sei das Unternehmen für 2003 gerüstet. Den positiven Zahlen seien eine schwierige Neuorganisation der Vertriebsstruktur und zahlreiche Produktinnovationen vorausgegangen.
2002: 17 neue Produkte
Alleine im vergangenen Jahr habe Xerox 17 neue Produkte eingeführt, so Machon. "Unser neues Instrument zur Prozessoptimierung, Lean Six Sigma, wird uns bei der Entwicklung von Lösungen unterstützen, die den Bedürfnissen unserer Kunden und unserem Geschäftsmodell entgegen kommen." Aktuelle Prioritäten sieht der Xerox Europa-Chef in einer Stärkung der Kundenloyalität, weiterer Ertragssteigerung und Mitarbeitermotivation.
Jahresumsatz: Rund 19 Mrd. Dollar
Die Xerox Corporation mit Sitz in Stamford (USA) ist ein weltweit agierendes Unternehmen, das auf dem Markt für Dokumentenverarbeitung einen Umsatz von jährlich rund 19 Mrd. US-Dollar erwirtschaftet. 2002 belief sich der Gewinn auf 91 Mio. Dollar oder 2 US-Cent pro Aktie, darin inkludiert sind Restrukturierungsaufwendungen von 470 Mio. US-Dollar nach Steuern. Für das erste Halbjahr 2003 werden Einnahmen in der Höhe von 6 bis 9 Cents pro Aktie erwartet, im gesamten Geschäftsjahr 2003 werden Einnahmen von 50 bis 55 Cents pro Aktie prognostiziert.
Keine Zahlen für Österreich
Für Österreich wurden keine Geschäftszahlen bekannt gegeben. Die Marktanteile liegen im österreichischen Digitaldruck bei 90 Prozent, während im konventionellen Farbdruck mit 30 Prozent und vor allem im Schwarzweißdruck bei rund 10 Prozent noch deutliche Steigerungen möglich wären. Farbe im Büro mit Multifunktionsgeräten sowie Digital- statt Offsetdruck in der Grafischen Industrie sollen zum weiteren Wachstum beitragen, erklärte Machon. "Unser Ziel für den europäischen Markt ist es, per Ende 2003 unseren Gewinn in drei Jahren um 0,5 Mrd. Dollar europaweit gesteigert zu haben."
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