ÖBB 2002 mit 1,6 Millionen mehr Fahrgästen
- Güterverkehr im Plus, Umsatz stabil, Gewinn gestiegen
- 1.500 Mitarbeiter abgebaut
Die Österreichischen Bundesbahnen können die Bilanz des Jahres 2002 feiern. Alle Indikatoren zeigen nach oben. Die Zahl der Fahrgäste ist leicht gestiegen. Und auch der Personalabbau von 1.500 Mitarbeitern freut die Shareholder.
Wie die ÖBB am Donnerstagabend vor Journalisten verkündeten, sind mit 278,7 Millionen im Vorjahr 1,6 Millionen oder 0,6 Prozent mehr Personen befördert worden als noch im Jahr davor. Im kommenden Jahr hoffen die ÖBB - trotz saftiger Tariferhöhung mit Jahreswechsel - auf eine Fortsetzung des Trends.
Größte Zuwächse gab es im Vorjahr mit 0,8 Prozent im Bahnverkehr, der Bahnbus legte um 0,1 Prozent zu. Zuwächse gab es auch im Güterverkehr, das beförderte Volumen stieg um 1,6 Prozent auf 87,8 Mio. Tonnen an. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich im Vorjahr um 1.500 auf rund 48.800 verringert.
"Erfolgsstory ÖBB"
Nach den Worten von ÖBB-Finanzleiter Alfred Lutschinger hat sich die "Erfolgsstory ÖBB" im Vorjahr fortgesetzt. Auf Grund des Margenverfalls im Güterverkehr infolge des steigenden Wettbewerbs und wegen eines 2,4-prozentigen Rückgangs der Bundeszahlungen für "gemeinwirtschaftliche Leistungen" (Schüler- und Lehrlingsfreifahrten, Pensionistentarife, Pendlerverkehre) hat der Gesamtumsatz der Bundesbahnen trotz steigender Verkehrszahlen aber bei 2,109 Mrd. Euro stagniert.
Der Betriebserfolg ist dabei nach vorläufigen Zahlen von 131,5 auf 125 Mio. Euro zurückgegangen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) verbesserte sich hingegen von 122,1 auf 125 Mio. Euro - unter anderem dank eines erstmals ausgeglichenen Finanzergebnisses und einer 30 Mio. Euro schweren Rückerstattung zu viel bezahlter Energiesteuern.
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