Österreichische Stromlösung: Linz AG glaubt an O.K.
- Vertiefte Prüfung durch EU war zu erwarten

Die Linz AG - Partner in der EnergieAllianz - geht bei der laufenden Prüfung durch Brüssel von einer EU-Genehmigung der österreichischen Stromlösung aus. "Die österreichische Stromlösung hat im EU-Strommarkt eine untergeordnete Bedeutung", sagte Linz AG-Vorstandsvorsitzender Max Stockinger am Freitag bei einer Pressekonferenz in Linz.
"Wegen der untergeordneten Bedeutung - auch im Vergleich zu Konzernen wie RWE, EdF oder E.ON - rechnen wir fix mit einer Genehmigung durch die EU. Die vertiefte Prüfung war allerdings zu erwarten", sagte Stockinger. "Genauso haben wir auch erwartet, dass die quer schießen, die außerhalb der österreichischen Stromlösung stehen."
Der Handel mit den Nachbarländern sei evident, eine Fokussierung der Beurteilung rein auf den österreichischen Markt wäre daher verfehlt. Wenn die österreichische Stromlösung nicht genehmigt würde, könne das nur heißen, dass der österreichische Strommarkt mit Gewalt für Übernahmen aufbereitet würde.
Die Linz AG mit den Bereichen Strom, Gas/Wärme, Linz Linien und Linz Service verzeichnete im Geschäftsjahr 2001/2002 - das mit 30. September 2002 endete - eine Bilanzsumme von 1,36 Mrd. Euro (plus 15,4 Prozent). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag bei 29,87 Mio. Euro. Ein Vergleich mit dem EGT des Geschäftsjahres davor sei nicht möglich, weil die Linz AG als Konzern erst im Oktober 2000 gegründet worden war, wurde bei der Pressekonferenz erläutert.
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