Gerüchte um Pläne für Neubau der Fokker 70
- Für Realisierung 80 bis 100 Kaufzusagen nötig

Sieben Jahre nach der Pleite des niederländischen Flugzeugbauers Fokker gibt es erneut Pläne zum Neubau von Maschinen des Traditionsunternehmens. Wie das "Algemeen Dagblad" berichtete, sollen mehrere große Fluggesellschaften in Europa Interesse für Flugzeuge des Typs Fokker 70 bekundet haben.
In der Vergangenheit hat es wiederholt Versuche zum Neubau bewährter Fokker-Modelle gegeben. Alle Initiativen sind jedoch gescheitert.
Besonders gutes Kleinflugzeug
Von dem Modell, das 1994 seinen Jungfernflug erlebte, sollen nur 48 Exemplare auf den Markt gekommen sein. Die mit zwei Antrieben im Heck ausgestattete Fokker 70 sei besonders gut geeignet für den Verkehr zwischen kleineren Flughäfen, zitierte das Blatt den niederländischen Geschäftsmann Jaap Rosen Jacobsen. Er prüfe derzeit mit potenziellen Partnern Möglichkeiten zum Neubau.
Jacobsen verfügt nach Darstellung der Zeitung über wichtige Teile der Montageanlage für dieses letzte Strahlflugzeug, das Fokker entwickelt hat. Zur Verwirklichung der Pläne müssten aber Kaufzusagen für 80 bis 100 Maschinen vorliegen, sagte er der Zeitung.
Der Technologiekonzern Stork, der seinerzeit Teile von Fokker übernommen hat, bemüht sich gleichzeitig, Maschinen des größeren Typs Fokker 100 wieder in den Markt zu bringen. Davon nach Angaben von Stork insgesamt 278 Exemplare gebaut worden. Ein Teil davon stehe jetzt wieder zur Verfügung, da US-Fluggesellschaften ihre Flotten verkleinerten. Neubauten seien aber nicht geplant.
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