Immer lauteres Ja zu 1- & 2-Euro-Banknoten
- Weg auch mit 1- & 2-Cent-Münzen
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Sehr unbeliebt sind die Euro-Münzen. Österreichs Handel (75% von 300 heimischen Spitzenbetrieben) macht sich jetzt für 1- und 2-Euro-Banknoten stark. Außerdem wollen sie die ersatzlose Streichung der vom Konsumenten ungeliebten, schwer zu handhabenden 1- und 2-Cent-Münzen.
Laut Handelsverband - in ihm sind Supermarktketten, Kaufhäuser und Filialunternehmen organisiert - verdeutlicht die Umfrage die Dringlichkeit der Reform: Fast ein Drittel der befragten Top-Handelsunternehmen habe durch die tägliche Erfahrung den Eindruck gewonnen, dass sich die Kunden noch nicht oder nicht zur Gänze an die neue Währung gewöhnt haben.
"Ein Jahr Praxis mit dem Euro hat uns bestätigt, daß sich die schon im Vorfeld der Euro-Umstellung geäußerten Befürchtungen des Handels nun in vollem Umfang bewahrheiten", sagte Handelsverband-Präsident Ferdinand Brenninkmeijer. "Ein beträchtlicher Teil der Kunden hat nach wie vor Probleme mit der Handhabung des Euro. Viele Konsumenten haben noch kein Gefühl für die Wertigkeit des Euros entwickelt, andere wiederum haben Schwierigkeiten mit dem Erkennen der acht unterschiedlichen Münzen, was wiederum die Abwicklung an den stark frequentierten Kassen der großen Super- und Verbrauchermärkte verzögert."
Außerdem glauben mehr als die Hälfte der Betriebe, dass die Einführung des Euro-Bargeldes - "mit allen ihren Begleiterscheinungen" - zumindest zum Teil mitverantwortlich für die Zurückhaltung beim Konsum ist. Und bei gut einem Viertel der Handelsketten werde sogar von einem "erheblichen negativen Einfluss" des Euro auf die Einzelhandelsumsätze gesprochen.
Weg mit den kleinen Euro-Münzen!
Die meisten Handelsbetriebe sind für eine Reform der Euro-Münzen, setzen aber am unteren Ende an. Sie wollen die ersatzlose Streichung der vom Konsumenten ungeliebten, schwer zu handhabenden 1- und 2-Cent-Münzen. Damit könnte die international "rekordverdächtige" Stückelung des Euro mit acht Münzsorten - der Dollar kommt beispielsweise mit fünf Münzen aus - auf ein vernünftiges Maß reduziert werden.
Handel gegen Weiterführung der doppelten Preisauszeichnung
Klar abgelehnt wird vom österreichischen Handel der in Italien angedachte Weg zu einer verpflichtenden Weiterführung der doppelten Preisauszeichnung. Einhellig würden die führenden Unternehmen hier die Meinung vertreten, dass die parallele Angabe der Preise in alten, nicht mehr als Währung geltenden Schilling ein großer Rückschritt wäre, der unweigerlich dazu führen würde, dass sich erst recht niemand an den Euro gewöhnen würde.
"Die doppelte Preisauszeichnung wäre völlig kontraproduktiv", lautet eine charakteristische Aussage. "Sie würde nicht nur zu hohen zusätzlichen Kosten und ständig neuen Irritationen führen. Wir würden vor allem nie den Kopf für den Euro freibekommen."
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