Samstag, 8. Februar 2003

Stronach will Elfer-Liga mit Jung-Nationalmannschaft

  • Gegen "JUNO" nicht um Punkte sondern Geld
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Bundesliga-Präsident und Austria-Mäzen Frank Stronach hat im Trainingslager der Violetten in Marbella mit einem revolutionären Plan aufhorchen lassen. Am Dienstag bei der Bundesliga-Präsidentenkonferenz in Oberwaltersdorf will Stronach den Klubs eine Elfer-Liga vorschlagen, in der ab Sommer die Jung-Nationalmannschaft Österreich "JUNO" dabei sein soll. Auf Vorschlag von Teamchef Hans Krankl soll dabei nicht um Punkte, sondern um Geld gespielt werden.

Pro Partie - jeweils im Heimstadion des jeweiligen Vereins - soll es dabei um 40.000 Euro für den Sieger gehen. Neben der normalen Runde (Spiele am Freitag und Samstag) ist die Begegnung der Jung-Nationalmannschaft für Sonntag vorgesehen. Je zehn Begegnungen wären für Herbst sowie Frühjahr vorgesehen. "Wir müssen uns Gedanken machen den Fußball auf eine höhere Ebene zu heben. Dass die momentane Situation nicht funktioniert sieht man, wir müssen den jungen Spielern mehr Einsätze ermöglichen", fordert Frank Stronach.

Geld von Sponsoren
Das Budget von 1,2 Millionen Euro soll teilweise durch Sponsoren abgedeckt werden. "Es wäre eine win-win-Situation. Die Vereine würden mehr Geld bekommen und die jungen Spieler könnten zeigen, was sie können", so der Bundesliga-Chef, der der Akzeptanz seines Vorschlags optimistisch entgegen blickt: "Ich glaube, ich kann die Vereine gewinnen." Eingesetzt werden sollen maximal 23-24 Jährige aus der Bundesliga sowie die besten Akteure aus den Nachwuchs-Akademien. Die Spieler aus der Ersten Liga sollen hingegen weiterhin in der Red Zac-Liga ihre Praxis sammeln.

Um Punkte in zwei bis drei Jahren
"Optimal wäre, wenn wir um Punkte spielen würden. Aber ich glaube wir sind erst in zwei bis drei Jahren soweit", sagte dazu Austria-Sportchef Peter Svetits.

8.2.2003 15:21