Torfehler dominieren verrücktes Abfahrtstraining
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Komplett verrücktes letztes Abfahrtstraining der Herren: Endlich bei optimalen Verhältnissen gestartet, hatten die meisten Top-Stars - auch Maier - im Mittelteil riesige Probleme und kamen nur mit Torfehler ins Ziel. Deswegen werden Maier, Walchhofer, Aamodt & Co morgen mit Nummer jenseits der 30 ins Rennen gehen. Auf NEWS NETWORLD sind Sie morgen ab 12.30 Uhr LIVE dabei.
Das Abschlusstraining für die WM-Abfahrt der Herren hat am Freitag die letzten wichtigen Aufschlüsse gebracht - das Rennen am Samstag (Start: 12:30 Uhr) wird im schwierigen Mittelteil entschieden werden. Die Bestzeit in der Qualifikation legten bei strahlendem Sonnenschein, aber starkem Wind im oberen Teil ex aequo der Italiener Kristian Ghedina und der Schweizer Didier Cuche hin (jeweils 1:46,96 Minuten), Cuche hat damit seinen Startplatz fixiert. Die schnellsten Österreicher auf der "Corviglia" waren Olympiasieger Fritz Strobl als Fünfter und Stephan Eberharter als Siebenter.
Opfer des selektiven Mittelteils mit der Schlüsselpassage "Einfahrt Mauer" waren mit Hermann Maier und Michael Walchhofer u.a. auch zwei ÖSV-Asse. Beide verpassten dasselbe Tor, kamen somit nicht in die Wertung und müssen am Samstag mit einer Nummer knapp über 30 ins Rennen gehen. Titelverteidiger Hannes Trinkl kam mit dem WM-Hang noch nicht zurecht, der 35-Jährige wurde 28. und wird dadurch mit einer niedrigen Nummer als erster Österreicher starten.
Klaus Kröll bestritt das Training als eventueller Ersatzmann, er wurde 26. Der 22-Jährige fungierte auch als Testpilot für seinen Head-Teamkollgen Trinkl, entscheidende Aufschlüsse gab es aber nicht zu vermelden. "Die Köpfe der Service-Leute werden heute noch rauchen", berichtete Kröll nach dem Abschlusstraining.
Eberharter war mit seiner Leistung zufrieden. Auch der Tiroler weiß nun ganz genau, wo das Rennen entschieden wird: "Im schwierigen Super-G-Teil. Dort liegt der Schlüssel zum Erfolg." Der im Training ausgeschiedene Walchhofer hat auch schon ein "Vorbild" für diese Passage gefunden: Hausherr Didier Cuche. "Der ist die ideale Kampflinie gefahren."
Uneinig waren sich die ÖSV-Fahrer, welche Nummern am Samstag die entscheidenden Vorteile genießen werden. Während Walchhofer "umso später, desto besser" als Devise ausgab, hat Fritz Strobl gehört, dass das Wetter im Verlauf des frühen Nachmittags eher schlechter als besser werden soll. Maier kümmert sich hingegen um dieses Thema nicht. "Die Nummer ist egal, morgen kann die Nummer eins genauso wie die Nummer 60 gewinnen", erklärte der "Herminator", der im windigen ersten Teilabschnitt von "kuriosen Unterschieden" sprach.
Auch Maier machte unliebsame Bekanntschaft mit der Mauer-Einfahrt. "Ich hab diesen Teil total unterschätzt", gestand der Flachauer. Alle Tore korrekt passiert hat hingegen Fritz Strobl, der neben dem Windglück das Material in den Vordergrund stellt: "Am Samstag braucht man eine Rakete." Während das Team der Österreicher bereits vor dem Quali-Training festgestanden war, vergaben die Schweizer am Freitag ihren vierten und letzten Startplatz. Im Duell der zwei Zimmerkollegen Didier Cuche und Didier Defao setzte sich Cuche als Trainings-Schnellster klar durch.
Die genauen Startnummern für die Abfahrt werden erst am Freitagabend im Rahmen der Mannschaftsführersitzung bekannt gegeben.
