Mittwoch, 5. Februar 2003

Erik Guay überraschte mit Bestzeit im Abfahrtstraining

  • Österreicher Schaffer baut neue "Crazy Canuck"-Truppe auf

Mit Erik Guay fuhr am Mittwoch einer aus der Garde der "jungen wilden Kanadier" Bestzeit im ersten WM-Abfahrtstraining von St. Moritz. Der 21-Jährige aus Mt. Tremblant ist der derzeit Talentierteste aus der Nachfolgegruppe der "Crazy Canucks" und ein Schützling des Österreichers Burkhard Schaffer. Der ehemalige ÖSV-Damentrainer, der nach dem Weltcup-Finale 2001 in Aare dem ÖSV den Rücken gekehrt hat, baut in Kanada gerade eine neue Abfahrtstruppe auf.

In Kitzbühel waren die Kanadier allerdings nicht am Start gewesen, für sie wäre ein Rennen auf der Streif noch zu gefährlich gewesen. Guay hatte sich zuvor bei einem Sturz in Wengen verletzt und längere Zeit pausieren müssen. Mit Michael Fichta arbeitet auch im Konditionsbereich ein Ex-ÖSV-Mann bei den kanadischen Herren, in deren Team ein Generationswechsel stattgefunden hat.

Die Bestzeit kam nicht ganz so überraschend. Guay war schon im WM-Super-G ausgezeichneter Sechster geworden und fuhr am Mittwoch bereits "Kampflinie". "Vielleicht war es ja das letzte Training, deshalb habe ich gleich einmal alles gegeben. Für mich war heute schon Race Day", betonte Guay.

5.2.2003 11:49